Nach Bin-Laden-Tod
Obama versammelt die Nation um Ground Zero

Obama nennt bei seinem ersten Besuch am Ground Zero nicht den Namen des Mannes, der am 11. September Tausende tötete. Amerika will trauern, nicht triumphieren - und nach Bin Ladens Tod das Trauma endlich abschließen.
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New YorkTausende säumen die Straßen in Richtung Ground Zero, sie drängeln sich an die Absperrgitter, halten Sternenbanner in der Hand oder selbstgemalte Plakate. „Herr Präsident, Amerika dankt Ihnen“, steht auf einem. Seit zweieinhalb Stunden wartet Sonya, eine New Yorkerin, sie ist hergekommen „für die Familien, die am 11. September jemanden verloren haben und für New York, und weil ich stolz bin auf unseren Präsidenten.“ Als die schwarze Limousine vorbeibraust, brandet Jubel auf. Da ist er, der Präsident, der gerade in den Beliebtheitsumfragen einen zweistelligen Prozentsprung nach oben gemacht hat.

Barack Obama besucht Ground Zero, vier Tage, nachdem amerikanische Spezialkräfte El-Kaida-Chef Osama bin Laden getötet haben. Es ist ein stiller Besuch. Obama spricht nicht öffentlich, keine Reden in die Mikrofone heute, dies ist kein Tag der großen Worte.

Der Präsident legt nur stumm einen Kranz nieder, unten in der Grube von Ground Zero, weiße und rote Blumen. An Polizisten und Feuerwehrleuten in ihrer Uniformen und den weißen Handschuhen schreitet er vorbei. Der Präsident will den Toten des 11. September seinen Respekt erweisen und den Helfern von damals, und die New Yorker lieben ihn dafür.

Nach der Zeremonie spricht der Präsident mit Angehörigen der Opfer, abgeschottet von der Öffentlichkeit, im privaten Rahmen, keine Presse, bitte. Dies soll keine Siegesfeier sein. Auf seinem Weg nach Ground Zero hatte Obama Halt gemacht an der  Feuerwache Engine 54 an der 8th Avenue in Midtown Manhattan – 15 Feuerwehrmänner dieser Wache kamen in den Trümmern des World Trade Center ums Leben.

Eine komplette Schicht starb. Insgesamt verloren 343 Feuerwehrleute und 60 Polizisten ihr Leben, als die Türme einstürzten. Der tödliche Einsatz gegen bin Laden "hat eine Botschaft um die Welt geschickt, aber auch eine Botschaft hier nach Hause", sagte Obama dort bei einem Treffen mit Feuerwehrleuten. Zum Tod bin Ladens erklärte er: "Wenn wir sagen, dass wir niemals vergessen werden, dann meinen wir das auch so." Bei seinen Äußerungen vermied es Obama, den Namen des Al-Kaida-Chefs zu nennen.

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Obama erfüllt zehn Jahre nach dem 11. September Bushs Versprechen

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  • In die höchsten Ränge dieser "feinen" höchst nobilitierten Gesellschaft sich zu stellen bedeutet - wie man Lesen kann, sofern einem die Zeit dazu bleibt - weil, das Leben ist ja sonst zu kurz - sich anzufreunden mit Mord und Totschlag mit Pest und Hölle - und wer das nicht tut ist ein Feigling - anderenfalls täten das ja andere - noch ganz viel Schlimmere.
    Und so wird man noch viel schlimmer als die bösen Buben.
    Wen eigentlich kann es wirklich verwundern, daß unsere Kinder hier in der Bundesrepublik ihre Füße in die Gesichter von (meist gleichaltrigen) Mitmenschen treten?

  • and they do not care either.
    Sie wollen einen dritten Weltkrieg und sie sind dabei, ihn zu implementieren.
    Danach wird es dann wieder lauten: Nie wieder!
    Mit dem feinen Unterschied freilich, daß nach dem dritten Weltkrieg niemand übriggeblieben sein wird, der so etwas noch ruhigen Gewissens behaupten kann.
    Was uns bevorsteht?
    Entropie.
    Nicht mehr, allerdings auch nicht weniger.

  • Shalom i Spiritui Sancto Vatikan,Got Bless the USA.
    Die Männer drangen ein und Osama bin Laden versteckte sich mit einer Waffe in der Hand hinter einer Frau. „Capture or kill“- bedeutet, kannst du ihn nicht festnehmen, weil er sich widersetzt, so töte ihn!
    Vor dem Bett ist deutlich eine getrocknete Blutlache zu sehen.
    In ersten Berichten hatte der Anti-Terror-Berater von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, geschildert, dass Bin Laden versucht habe, seine Frau als menschliches Schutzschild zu benutzen. Diese Darstellung zog Obamas Sprecher Jay Carny am Tag darauf zurück. Vielmehr sei die Frau auf die Angreifer zugestürmt, um ihren Ehemann zu verteidigen. Die US-Spezialkräfte hätten ihr daraufhin ins Bein geschossen
    Neue Details zur Tötung des al-Qaida-Chefs: Der 54-Jährige war unbewaffnet.
    Pakistanischer Geheimdienst: Osama bin Laden wurde nach Aussagen seiner Tochter lebend gefasst.
    CIA-Direktor Leon Panetta räumt im Gespräch mit dem Sender NBC ein, der Befehl an die Sondereinheit habe gelautet, den aus Saudi-Arabien stammenden Terroristen zu töten.
    Nach dem Tod Bin Ladens meldete das Militär an das Weiße Haus: "Geronimo EKIA".
    Unterdessen wurde bekannt, dass Präsident Obama den Kommandoeinsatz, die „Operation Geronimo“, im Weißen Haus live mitverfolgte.
    "Waterboarding hat uns zu bin Laden geführt"
    Eine Frau die Ihren Mann und Kind schützen will ins Bein Geschossen,was sind das für Schwächlinge die sich nicht anders vor einer Islamischen Frau zu schützen wissen.Einen Unbewaffneten Mann in seinem Schlafzimmer vor den Augen seines Kindes Erschossen nachdem Er bereitz Gefangengenommen war.Amerika Folter,Willkür,Demütigung,Körperverletzung,Mord,Vandalismus,Freiheitsberaubung,Lug,Betrug,Folter,der Preis ist zu hoch.

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