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Nach Boykott: USA erstmals im Uno-Menschenrechtsrat

Nach jahrelangem Boykott haben sich die USA erstmals in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen wählen lassen. Die Mehrheit in der Uno-Vollversammlung fiel überwältigend aus.

Susan Rice ist Uno-Botschafterin der USA. Laut Rice wollen die USA wieder eine wichtige Führungsrolle in internationalen Gremien übernehmen. Quelle: ap
Susan Rice ist Uno-Botschafterin der USA. Laut Rice wollen die USA wieder eine wichtige Führungsrolle in internationalen Gremien übernehmen. Quelle: ap

HB NEW YORK. Die Versammlung sprach sich am Dienstag in New York zu fast 90 Prozent für die Aufnahme der Vereinigten Staaten in das Gremium aus. "Wir sind sehr dankbar für die starke Unterstützung, die die USA dafür bekommen haben, wieder eine wichtige Führungsrolle in internationalen Gremien einschließlich den Vereinten Nationen zu übernehmen", sagte die amerikanische Uno-Botschafterin Susan Rice.

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Neben den USA wurden 17 weitere Länder in das in Genf tagende Gremium gewählt oder wiedergewählt, unter anderen China, Russland, Kuba und Saudi-Arabien. Deutschland scheidet nach einer dreijährigen Amtszeit aus.

Auf die USA entfielen bei der geheimen Abstimmung 167 von 191 gültigen Stimmen. Schon eine einfache Mehrheit von 97 Stimmen hätte für die Wahl ausgereicht.

Trotz ihrer zentralen Rolle als Weltmacht gehörten die Vereinigten Staaten dem 2006 gegründeten Menschenrechtsrat bisher nicht an. Die Regierung des früheren Präsidenten George W. Bush hatte dem Gremium Parteilichkeit vorgeworfen und eine Mitarbeit verweigert.

Präsident Barack Obama ist jetzt um eine Verbesserung des Verhältnisses bemüht. "Wir haben uns beworben, weil diese Regierung und das amerikanische Volk sich tief verpflichtet fühlen, die Menschenrechte zu bewahren und zu respektieren", sagte Rice.

Dem Rat gehören 47 Länder an. Jedes Jahr wird ein Drittel der Mitglieder auf drei Jahre neu gewählt. Das Gremium, das die umstrittene Uno-Menschenrechtskommission ablöste, wacht über die Einhaltung der Menschenrechte in den Mitgliedsländern. Es kann in Zweifelsfällen unter anderem Beobachter entsenden.

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