Nach Cannabis-Legalisierung in Colorado: Auch die Preise sind schon high

Nach Cannabis-Legalisierung in Colorado
Auch die Preise sind schon high

Im US-Bundesstaat Colorado wird Marihuana seit Jahresbeginn als legales Genussmittel verkauft. Kunden stürmen die Coffeeshops – was die Preise in die Höhe treibt. Viele wittern das große Geschäft. Auch der Fiskus.
  • 27

DenverVor dem Laden Medicine Man Denver, der vergangene Woche mit dem Verkauf von Marihuana für den Freizeitkonsum begonnen hat, stehen die Menschen Schlange. Sie wollen erstmals ganz legal in den Genuss von Gras kommen. Einige rufen „Freedom!”, als sie mit ihren Tütchen aus dem Geschäft kommen.

Die Nachfrage ist enorm, auch die Kälte hält die Freunde der Rauschware nicht davon ab, geduldig bei klirrender Kälte vor den Ausgabestellen zu warten.

Die Cannabis-Verkäufer wiederum haben schnell auf das enorme Interesse reagiert und an der Preisschraube gedreht. Kurz nach der offiziellen Legalisierung zum Jahreswechsel ist der Preis im freien Verkauf jedenfalls deutlich höher ist als derjenige für den medizinischen Gebrauch. Ein Achtel Unze (etwa 3,5 Gramm) Marihuana als Genussmittel kostete im Medicine Man Denver 45 Dollar, während sich dieselbe Menge als Therapiemittel auf 25 Dollar belief.

„Alle waren Feuer und Flamme, Teil der Geschichte zu sein und ihren ersten legalen Marihuana-Kauf zu tätigen”, sagt Brooke Gehring, Besitzerin des Ladens Bud Med, in Edgewater, einem Vorort von Denver. Für medizinisches Marihuana verlangt Gehring 25 Dollar und im Freiverkauf 55 Dollar. Das sei „weitgehend mit den Preisen auf dem Schwarzmarkt vergleichbar”.

Die Menschen zahlten „was immer der Preis ist”, sagt Andy Williams, President und Chief Executive Officer. „Die Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Marihuana sicher und verlässlich in einem witzigen und aufregenden Umfeld zu kaufen, ist bestimmt besser, als in eine Seitengasse zu gehen und zu sagen: 'Hey Kumpel, haste mal 'n Tütchen?'.”

Colorado ist der erste Bundesstaat in den USA, in dem Marihuana frei verkauft werden darf. Einwohner des Bundesstaates, die 21 Jahre oder älter sind, dürfen bis zu eine Unze (etwa 28 Gramm) Marihuana erwerben, während Besucher von Außerhalb nur eine Viertel Unze erstehen dürfen. Der Konsum in der Öffentlichkeit bleibt jedoch verboten, auch in den Läden.

Die Einwohner Colorados hatten der Legalisierung im November 2012 in einem Wahlgang zugestimmt und sich damit gegen das US-Bundesgesetz gewendet, das Marihuana als illegale Substanz einstuft. Ein ähnlicher Vorstoß wurde im Staat Washington gebilligt; dort werden die ersten Shops im Jahresverlauf öffnen.

Kommentare zu " Nach Cannabis-Legalisierung in Colorado: Auch die Preise sind schon high"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Dann backen sie sich einen Kecks oder trinken nen Tee, problem mit dem Lungenkrebs gelöst. Und in einen Joint kann man auch nen Filter eindrehen wenn man das umbedingt will, aber ich halte das für kontraproduktiv da nachweißlich auch bei Zigaretten der Filter mehr Schadstoffe beim erhitzen als der Tabak frei gibt.

  • Wie so auch nicht, kann man leckeren Tee und Plätzchen draus machen.
    In Deutschland ist 80%er Alcohol der zum Konsum hergestellt wurd frei zugänglich da beschwert sich keiner.
    Tote durch eine Überdosis Cannabis gibt es nicht wohl aber durch Alcohol, zumal Hanf in vielen weiteren bereichen genutzt werden kann ausser zum Rauchen, z.b Papierherstellung, Medizien, Herstellung von Textielien und Spanplatten usw.
    Diese Sinnlosen Vorurteile gehören entlich abgeschaft, Cannabis ist weniger gefährlich als Alcohol, das kann auch jeder am selbst Versuch testen, einfach mal einen Abend 10 Joints rauchen und am nächsten Tag mal 10 Bier reinklopfen. Den Unterschied wir jeder am nächsten Morgen feststellen, ein Kater ist beim Cannabis Konsum nicht vorhanden, als Leihe geh ich mal davon aus das dies darauf zurück zu führen ist das der Körper nicht vergiftet wird so wie bei Alcohol.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%