Nach dem Brexit
Großbritannien will „besten Deal“ für Gibraltar

Die britische Premierministerin May verspricht, Gibraltars Souveränität nicht ohne Einwilligung der Bewohner zu verhandeln. Das Thema kochte zuletzt hoch, weil der EU-Ratspräsident Spanien ein Vetorecht eingeräumt hatte.
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Brüssel/LondonGroßbritanniens Premierministerin Theresa May will über eine Souveränität der Enklave Gibraltar nicht ohne Einwilligung von deren Einwohner verhandeln. Das Königreich strebe die bestmögliche Vereinbarung für Gibraltar an, erklärte das Büro der Regierungschefin am Donnerstag nach einem Treffen mit EU-Ratspräsident Donald Tusk.

Das Thema Gibraltar kochte zuletzt hoch, nachdem Tusk in seinem Entwurf für die Leitlinien der Brexit-Verhandlungen Spanien ein Vetorecht eingeräumt hatte, wenn es um die Beziehungen zwischen Gibraltar und den 27 EU-Staaten geht. Einige konservative Politiker und die britische Boulevard-Presse drohten daraufhin mit Krieg. Die Bewohner Gibraltars hatten im Juni vorigen Jahres zwar mit großer Mehrheit gegen den EU-Austritt Großbritanniens gestimmt, in einer vorangegangenen Volksbefragung aber ebenso klar für einen Verbleib im Vereinigten Königreich.

Einem EU-Vertreter zufolge vereinbarten Tusk und May bei ihrem Treffen, Spannungen bei den anstehenden Brexit-Verhandlungen persönlich zu schlichten. Themen wie der Umgang mit Gibraltar würden aber „zwangsläufig“ schwierig werden. Das zweistündige Treffen von Tusk und May in London sei gut und freundlich verlaufen. Beide hätten vereinbart, im regelmäßigen Kontakt zu bleiben und konstruktiv an die Verhandlungen heranzugehen.

Die 27 EU-Staaten wollen die Leitlinien auf einem Sondergipfel am 29. April in Brüssel festzurren. Die Verhandlungen sollen dann wenige Wochen später beginnen und müssen laut EU-Verträgen bis Ende März 2019 zu einem Ergebnis führen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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