Nach dem Hilfsangebot von Arafat
Gaddafi will entführtem Briten im Irak helfen

Die Familie des libyschen Staatspräsidenten Muammar el Gaddafi will sich für den vor mehr als zwei Wochen im Irak entführten Briten Ken Bigley einsetzen. Das sagte der Bruder des 62-jährigen Entführten, Paul, nach Angaben britischer Medien vom Sonntag.

HB LONDON. Gaddafis Sohn Saif, der sich in London aufhalte, habe seinen Vater auf Ersuchen Bigleys hin gebeten, seine Kontakte in den Nahen Osten für eine mögliche Freilassung einzusetzen. Nun habe er einen Anruf von der Gaddafi-Stiftung in Libyen bekommen, in dem zugesagt worden sei, „alles zu tun, um uns zu helfen“.

Vergangene Woche hatte bereits Palästinenserpräsident Jassir Arafat auf eine Initiative von irischer Seite seine Unterstützung angekündigt. Die Familie Bigleys hat ihre Wurzeln in Irland. Arafat wollte nach den Angaben einen ranghohen Getreuen, der viele Jahre im Irak zugebracht habe, damit beauftragen, Kontakt zu den Entführern aufzunehmen.

Ken Bigley war am 16. September zusammen mit zwei amerikanischen Bauingenieuren in Bagdad entführt worden. Die von dem Jordanier Abu Mussab el Sarkawi angeführte Terrorgruppe enthauptete die beiden Amerikaner und drohte damit, Bigley ebenfalls zu ermorden. Die Gruppe veröffentlichte eine Video, dass Bigley in einem Käfig sitzend zeigt.

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