Nach dem Rebellen-Überfall auf Inguschetien
Russische Armee greift in Tschetschenien ein

Die russische Armee fahndet in Tschetschenien nach dem Rebellen-Überfall auf die Teilrepublik Inguschetien nach den Angreifern.

HB MOSKAU. Im Zuge von Razzien sei es zu mehreren Gefechten gekommen, bei denen mindestens acht Rebellen getötet worden seien, teilte die russische Militärführung am Mittwoch in Tschetschenien mit. Eine Bande von 40 Kämpfern sei im Bezirk Schali südöstlich der Hauptstadt Grosny umzingelt worden.

In den Krankenhäusern Inguschetiens wurden am Mittwoch nach dem Rebellen-Überfall noch 45 Verletzte behandelt. In abweichenden Berichten ist von insgesamt 60 bis 75 Toten die Rede. Die inguschetische Polizei nahm am Morgen fünf verdächtige Männer fest, die an dem Überfall beteiligt gewesen sein sollen.

Präsident Wladimir Putin kündigte am Vorabend bei einem Krisentreffen mit der inguschetischen Führung vor Ort die Stationierung weiterer Truppenverbände in Inguschetien an. „Die Staatsmacht tut nicht genug für den Schutz der Teilrepublik“, sagte Putin bei seinem Kurzbesuch in der neuen inguschetischen Hauptstadt Magas.

In der Nacht zum Dienstag waren etwa 200 schwer bewaffnete Kämpfer in die Stadt Nasran sowie zwei weitere Ortschaften eingedrungen und hatten gezielt ranghohe Moskau-treue Beamte erschossen. Zu den Todesopfern gehören neben dem inguschetischen Innenminister auch dessen Stellvertreter, Staatsanwälte und Abteilungsleiter der Stadtverwaltung von Nasran.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%