Nach dem Tod des Präsidenten: EU besorgt um Stabilität im Togo

Nach dem Tod des Präsidenten
EU besorgt um Stabilität im Togo

Der Präsident des westafrikanischen Staates Togo, Eyadema, ist gestorben. Nach seinem Tod gibt es Sorgen um die Stabilität des Landes.

HB BERLIN. Der togolesische Präsident Gnassingbe Eyadema ist am Samstag im Alter von 67 Jahren gestorben. Nach offiziellen Angaben erlag der am längsten amtierende Staatschef Afrikas in seinem Heimatort Piya einem Herzinfarkt. Nur wenige Stunden nach dem Bekanntwerden des Todes wurde Eyademas Sohn Faure Gnassingbe zum neuen Staatschef ausgerufen.

Der für Entwicklungspolitik zuständige EU-Kommissar Louis Michel äußerte sich besorgt um die Stabilität des Landes und rief alle Beteiligten zur Besonnenheit auf. Er habe «mit Bestürzung» vom Tode Gnassingbe Eyademas erfahren, heißt es in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung Michels. Zuvor hatte Ministerpräsident Koffi Sama die Sicherheitskräfte aufgerufen, für die Aufrechterhaltung der Ordnung zu sorgen. Er ordnete ferner die Schließung der Grenzen an.

Eyadema hatte das Präsidentenamt in der ehemaligen deutschen Kolonie im Jahr 1967 übernommen, nachdem er 1963 den ersten Putsch Afrikas angeführt hatte. Im Laufe seiner Amtszeit hat er mehrere Attentatsversuche sowie einen Flugzeugabsturz 1974 überlebt.

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