Nach dem Tod von Schwania
Saakaschwili will Finanzminister als Regierungschef

Präsident Michail Saakaschwili hat nach dem Tod des georgischen Regierungschefs Surab Schwania den bisherigen und umstrittenen Finanzminister Surab Nogaideli als neuen Ministerpräsidenten vorgeschlagen.

HB TIFLIS/MOSKAU. Nogaideli (40) solle in Kürze ein neues Kabinett vorstellen, teilte eine Sprecherin des Präsidenten in Tiflis mit. Die einflussreiche Parlamentspräsidentin Nino Burdschanadse kritisierte am Mittwoch den Vorschlag für die Nachfolge des vor einer Woche bei einem Gasunfall gestorbenen Regierungschefs Schwania.

Der Arbeitsstil Nogaidelis sei geprägt von „übertriebener Härte sowie fehlender Bereitschaft zu Dialog und Kompromiss“, sagte Burdschanadse. Die Parlamentspräsidentin hatte gemeinsam mit Saakaschwili und Schwania in der „Rosen-Revolution“ Ende 2003 den Rücktritt des damaligen Staatspräsidenten Eduard Schewardnadse erzwungen. Burdschanadse kündigte ungeachtet ihrer Kritik an, den von Saakaschwili vorgeschlagenen Nogaideli zu unterstützen.

Nogaideli hatte sich nach Angaben seiner Befürworter durch eine erfolgreiche Steuerreform sowie die deutliche Erhöhung der Staatseinnahmen für eine höhere Aufgabe empfohlen. Der Politiker gehörte in den 1990er Jahren dem Parlament an und war bereits unter Schewardnadse zwei Jahre Finanzminister.

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