Nach dem Truppenabzug Spaniens
Auch Honduras will Truppen aus dem Irak abziehen

Nach dem spanischen Rückzug will auch Honduras seine Truppen aus dem Irak abziehen. Die rund 370 Soldaten des mittelamerikanischen Landes würden schnellstmöglich nach Hause zurückkehren, teilte Staatspräsident Ricardo Maduro am Montagabend (Ortszeit) in einer Fernseh- und Radioansprache mit.

HB TEGUCIGALPA. „Ich habe den Staaten der Koalition mitgeteilt, dass die Truppen aus dem Irak abgezogen werden“, sagte Präsident Ricardo Maduro am Montag im staatlichen Rundfunk. Die Truppe hatte seit dem vergangenen Sommer im Zentralirak Minen geräumt und medizinische Hilfe geleistet. Die Soldaten hätten ursprunglich nach dem Ende ihres Mandats im Juli den Irak verlassen sollen. Die honduranischen Soldaten waren bisher Teil der von Spanien geführten Brigade „Plus Ultra“. Dieser gehören auch Einheiten aus El Salvador und der Dominikanischen Republik an, die nach dem Willen ihrer Regierungen aber vorerst in dem arabischen Land bleiben sollen.

Die neue spanische Regierung hatte zuvor erklärt, mit dem angekündigten Abzug der rund 1400 Soldaten des Landes aus dem Irak bereits begonnen zu haben. Er solle in weniger als sechs Wochen beendet sein. Spanien war bis zum Regierungswechsel einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Irak.

Über 30 Staaten haben derzeit Soldaten im Irak stationiert, wo die US-geführten Truppen immer wieder das Ziel von Anschlägen sind. US-Präsident George W. Bush hatte sich in den vergangenen Monaten darum bemüht, weitere Länder in den Irak-Einsatz einzubinden. Kritik an seinem Irak-Kurs hatte er unter anderem mit dem Argument zurückgewiesen, es handele sich nicht um einen Alleingang der USA, sondern um einen Einsatz einer breiten „Koalition der Willigen“.

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