Nach dem Wahlkampf
Obama und McCain beschließen Zusammenarbeit

Schulterschluss nach erbittertem Wahlkampf: Der künftige US-Präsident Barack Obama und der unterlegene John McCain wollen zum Wohl des Landes zusammenarbeiten. Nach ihrem Gespräch am Montag kündigten der Demokrat und der Republikaner an, Herausforderungen wie die Finanzkrise gemeinsam anzugehen.

HB WASHINGTON. Nach ihrem Treffen unterstrichen Obama und McCain in einer Erklärung ihre gemeinsame Auffassung, dass die Amerikaner aller Parteien ein Zusammenwirken ihrer Führungspersönlichkeiten wollten, um "dringliche Herausforderungen" zu bewältigen.

Sie hätten ein "produktives" Gespräch über die Notwendigkeit geführt, "eine neue Ära der Reform einzuleiten, in der wir gegen Verschwendung seitens der Regierung und bittere Parteilichkeit vorgehen", erklärten Obama und McCain weiter. "Wir hoffen auf eine Zusammenarbeit in den kommenden Tagen und Monaten bei entscheidenden Herausforderungen wie der Lösung unserer Finanzkrise, Schaffung einer neuen Energiewirtschaft und dem Schutz der Nation." Es sei nötig, "eine neue Reformära einzuläuten". Beide versprachen, staatliche Geldverschwendung zu unterbinden und die Spannungen zwischen Demokraten und Republikanern zu überwinden.

Der Demokrat Obama hatte angekündigt, Republikaner in sein Kabinett zu berufen. Er sagte aber nicht, wie viele Ressorts er an Republikaner vergeben wolle. Namen sollten „bald“ bekannt gemacht werden, versprach Obama. Als unwahrscheinlich gilt, dass sein früherer Konkurrent McCain ein Angebot erhalten oder einem Ruf in die Regierung folgen werde.

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