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Nach dem Wahlpatt: Australien bald mit Minderheitsregierung

Gut zwei Wochen nach dem Wahlpatt in Australien hat sich Premierministerin Julia Gillard doch noch eine knappe Mehrheit gesichert. Dank zweier unabhängiger Abgeordneter, die der Regierungschefin am Dienstag ihre Unterstützung zusagten, kann die 48-jährige Labor-Politikerin künftig auf 76 der 150 Abgeordneten zählen.

HB SYDNEY. Es ist das erste Mal in Australien seit 70 Jahren, dass eine Regierung ohne eigene Mehrheit regieren muss.

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Die Parlamentswahl am 21. August hatte eine Hängepartie zwischen Labor und den konservativen Liberalen ergeben. Gillard, die ihren Vorgänger Kevin Rudd erst zwei Monate vor der Wahl in einer parteiinternen Revolte gestürzt hatte, und Oppositionsführer Tony Abbott buhlten daraufhin um die Gunst von vier parteilosen Abgeordneten.

Einer der Unabhängigen hatte sich bereits auf die Seite der Regierungschefin geschlagen, ein weiterer den Oppositionsführer gestärkt. Den Ausschlag gaben am Dienstag nach zähen Verhandlungen die Abgeordneten Rob Oakeshott und Tony Windsor, die sich für die Labor-Chefin und ihre Minderheitsregierung aussprachen.

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