Nach Demonstrationen
Sarkozy will auf Unruhe-Insel Guadeloupe reisen

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat eine Reise auf die Karibikinsel Guadeloupe angekündigt. Die zu Frankreich gehörende Insel sorgte durch blutige Ausschreitungen in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen.

HB PARIS. Nach den wochenlangen Demonstrationen für höhere Löhne brach auf der Insel offene Gewalt aus. Geschäfte wurden geplündert und Autos angezündet. In der Nacht zum Mittwoch wurde ein Mann erschossen, mehrere Polizisten erlitten Verletzungen. Ein Generalstreik für höhere Löhne lähmt dort das gesellschaftliche Leben seit einem Monat.

Auf Guadeloupe verlangt eine Gruppe von etwa 50 Gewerkschaften und Vereinigungen unter anderem 200 Euro pro Monat mehr für Geringverdiener. Sie weisen auf die hohen Lebenshaltungskosten auf der Insel hin. Die Arbeitgeber wollen ihrerseits für ihre Firmen eine geringere Steuer, um dies bezahlen zu können. Friedliche Proteste gab es auch auf Martinique und La Reunion. Die Sozialisten in Paris haben gewarnt, dass es auch auf dem Festland zu Demonstrationen kommen könnte.

Sarkozy beriet am Donnerstag mit Vertretern Guadeloupes. Er kündigte ein Programm zur Modernisierung der Infrastruktur in den Übersee-Territorien an. Die Reise nach Guadeloupe solle stattfinden, wenn dort wieder Ruhe herrsche, hieß es in einer Erklärung des Präsidialamtes.

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