Nach den Anschlägen
Fingerabdrücke auf Bomben-Resten entdeckt

Britische Ermittler haben auf den Überresten eines der Sprengsätze von London Fingerabdrücke entdeckt. Wie der US-Fernsehsender NBC berichtet, sind die Fahnder aber noch nicht sicher, ob die Spuren tatsächlich von den Attentätern stammen.

HB LONDON. Die britische "Financial Times" schreibt sogar, die Polizei sei kurz davor, einen der mindestens vier Attentäter zu identifizieren. Die Zeitung zitiert einen der Ermittler mit den Worten, es sei davon auszugehen, dass in den kommmenden Tagen die Fotos von einem oder mehreren Verdächtigen veröffentlicht würden.

Nach Informationen der Zeitung "The Times" haben die Ermittler inzwischen herausgefunden, dass bei den vier Anschlägen auf drei U-Bahn-Züge und einen Bus ein und derselbe militärische Sprengstoff verwendet wurde. Möglicherweise stamme das Explosivmaterial aus dem früheren Jugoslawien. Bereits am Sonnabend hatte die Londoner Polizei erklärt, der verwendete Sprengstoff komme höchstwahrscheinlich nicht aus Großbritannien und sei entweder kommerzieller oder militärischer Herkunft.

Der französische Terrorfahnder Christophe Chaboud, der an den Ermittlungen von Scotland Yard beteiligt ist, nannte die Erkenntnisse "sehr beunruhigend". Entweder sei der Sprengstoff aus Militärbeständen gestohlen worden oder von einem korrupten Militärangehörigen herausgeschmuggelt worden.

Unterdessen hat die amerikanische Luftwaffe ihren in Großbritannien stationierten Soldaten verboten, London aufzusuchen. Ein Armee-Sprecher sagte, man sei verpflichtet, über die Sicherheit der Soldaten und ihrer Familien zu wachen. Zuvor hatte die britische Regierung die Öffentlichkeit aufgerufen, wieder ganz normal nach London zu fahren.

Bei den Anschlägen am Donnerstag wurden mindestens 52 Menschen getötet und 700 verletzt. Etwa 30 Personen werden noch vermisst, 56 Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt.

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