Nach den Anschlägen in London
Solidaritätsbekundungen aus aller Welt

Politiker aus aller Welt und Papst Benedikt XVI. haben ihr Entsetzen über die Terrorangriffe in London bekundet und der britischen Nation ihre Solidarität zugesichert. Die G8-Staats- und Regierungschefs verurteilten die Anschläge aufs Schärfste.

HB LONDON. US-Präsident George W. Bush unterstrich den Willen der Gipfelteilnehmer, sich nicht von Terroristen im Ringen um „eine bessere und humanere Welt abbringen zu lassen“. Die blutigen Anschläge zeigten, dass „der Krieg gegen den Terrorismus weitergeht“.

Bundeskanzler Gerhard Schröder reagierte mit „größter Betroffenheit“. Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin sagte: „Das ist ein Drama für ganz Europa.“ Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero betonte, die Terroristen würden niemals erreichen, dass die Demokraten ihre Prinzipien und Werte aufgeben. Papst Benedikt XVI. sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Er verurteilte „die Attentate als unmenschliche und unchristliche Handlung“. Im Namen der Teilnehmer des G8-Gipfels sagte der Gastgeber, Großbritanniens Premierminister Tony Blair, im schottischen Gleneagles: „Der Terror wird nicht gewinnen.“

Schröder betonte: „Mein tiefes Mitgefühl gilt den Betroffenen, deren Angehörigen, Premierminister Tony Blair und dem gesamten britischen Volk“. Die internationale Staatengemeinschaft müsse alles tun, den Terrorismus mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gemeinsam zu bekämpfen. Bundesaußenminister Joschka Fischer nannte die Anschläge Menschen verachtend. „Terrorismus darf und wird sich nicht durchsetzen.“

Die EU-Kommission zeigte sich „schockiert und entsetzt. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sicherte den Familien der Opfer die Solidarität und Unterstützung der Kommission zu. NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer betonte: „Es kann für ein solch schändliches Verbrechen keine Rechtfertigung geben.“ Die Angriffe unterstrichen die Notwendigkeit für die internationale Gemeinschaft und die Mitglieder des Nordatlantischen Bündnisses, „im Kampf gegen den Terrorismus vereint zu bleiben“.

In einem Brief an den britischen Premier sicherte Villepin „die sofortige, vollständige und umfassende Zusammenarbeit der französischen Dienste zu, um Ihnen zu helfen, die Urheber dieser Verbrechen zu identifizieren“. Bertrand Delanoé, der Bürgermeister von Paris, das noch am Vortag bei der Olympia-Bewerbung in Singapur der britischen Hauptstadt unterlegen war, sagte: „Jetzt sind wir alle Londoner.“

Der Chef der Arabischen Liga, Amre Mussa, brachte sein „tiefes Bedauern“ über die Anschläge zum Ausdruck: „Wir verurteilen solche Aktionen, gleich ob in London oder in einer anderen europäischen oder arabischen Hauptstadt“, meinte er.

Der türkische Außenminister Abdullah Gül betonte: „Die Türkei verurteilt jede Art von Terror.“ Ein Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus sei aber nicht möglich, solange zwischen „mein Terrorist, sein Terrorist“ unterschieden werde. Auch der israelische Außenminister Silwan Schalom nannte den Terrorismus ein weltweites Problem: „Terror kann überall zuschlagen und jeden treffen.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%