Nach den neuen Enthüllungen
Was kann „XKeyscore“?

Es ist die umfangreichste Datenbank im Arsenal der NSA: „XKeyscore“. Es heißt, die Spähsoftware kann alles durchsuchen, was ein jeder im Internet treibt. Erfasst werden dabei auch Metadaten wie Standort und Sprache.
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DüsseldorfNSA-Mitarbeiter können „jeden ausspähen, auch den US-Präsidenten“. Spätestens mit dieser Behauptung zog Edward Snowden Mitte Juni die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich. Die Dokumente, die jetzt die britische Zeitung „Guardian“ veröffentlicht hat, scheinen das zu belegen: Der US-Geheimdienst hat laut dem Bericht einen noch viel weiteren Zugriff auf die weltweite Internetkommunikation als bisher vermutet.

Das Programm „XKeyscore“ erlaube den Sicherheitsbehörden Einsicht in „praktisch alles, was ein gewöhnlicher Nutzer im Internet tut“. Laut den neuen Dokumenten können NSA-Mitarbeiter in Echtzeit die E-Mails von Nutzern lesen sowie ihre Suchen im Internet, Einträge in sozialen Netzwerken und faktisch alle sonstigen Tätigkeiten im Netz verfolgen.

Das stimmt so nicht, sagt die NSA in einer Stellungnahme, weist den Bericht aber nur in Teilen als unzutreffend zurück. Zwar bestätigte der Geheimdienst, dass ihre Analysten damit praktisch uneingeschränkten Zugang zu Informationen hätten. Sie nahm jedoch keine Stellung zum Ausmaß der mit „XKeyscore“ möglichen Überwachung.

Der „Guardian“ wiederum hat auf seiner Website Schulungsunterlagen für NSA-Mitarbeiter veröffentlicht. Vier der 32 als „streng geheim“ markierten Folien wurden geschwärzt, da sie Informationen zu spezifischen NSA-Einsätzen enthielten. Die Trainingsunterlagen zeigen im Detail, wie Analysten „XKeyscore“ verwenden können, um mit einem einfachen Formular riesige Datenbanken des Geheimdienstes zu durchsuchen. Zudem werde die Anfrage des Analysten nicht von einem Gericht oder weiterem NSA-Personal überprüft, so der Bericht.

In einer Präsentation, deren Folien auch teilweise auf der Website des „Guardian“ zu finden sind, wird behauptet, dass „XKeyscore“ „nahezu alles, was ein gewöhnlicher Nutzer im Internet macht“ durchsuchen könne. Darunter fällt der Inhalt von Emails, ein Verlauf der besuchten Websites und Suchanfragen. Auch die sogenannten Metadaten werden erfasst, also etwa Standort, Sprache und der verwendete Browser.

Gerade die Metadaten sind laut dem Bericht für die Analysten sehr wichtig. In einem Dokument sei vermerkt, dass eine sehr spezifische Auswahl, wie zum Beispiel die Abfrage über eine Email-Adresse, teilweise kein sehr gutes Ergebnis bringe, weil „ein großer Teil der Zeit, die im Internet verbracht wird, mit Aktionen verbracht wird, die anonym sind.“

Kommentare zu " Nach den neuen Enthüllungen: Was kann „XKeyscore“?"

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  • @ sss

    Wieso nicht gleich den ganzen Mist PC, Notebook, Tablet und Smartphone in die Tonne kloppen?

    Das wäre jedenfalls die angebrachte Reaktion auf so einen menschenverachtenden Überwachungsstaat!

    Wer braucht sowas eigentlich? Und wieso sind die Menschen früher ohne diesen ganzen Dreck ausgekommen?

  • @ WMD

    Ahso, daher kommen die ganzen Privatpornos... lol

  • Die Bundesregierung ist aufgefordert die Grundrechte der Bürger zu schützen und zu verteidigen. Dazu hat sie sich mit dem Amtseid verpflichtet.

    Gestern haben wir im Fernsehen gesehen, dass auch die Rot/Grüne Bundesregierung sich nachweislich im Jahr 2001 ebenfalls gegen das deutsche Volk gestellt hat.

    Andernorts werden Despoten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Weshalb werden diese Leute nicht international angeklagt?

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