Nach den Unruhen
Marokkos König begnadigt politische Gefangene

Marokkos Nationaler Rat für Menschenrechte kann erste Erfolge versuchen. Auf Initiative des Rat entlässt König Mohammed VI. 190 Häftlinge, darunter auch politische Gefangene.
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RabatDer marokkanische König Mohammed VI. hat 190 Häftlinge begnadigt, darunter auch zahlreiche politische Gefangene. Wie die staatliche Nachrichtenagentur MAP am Donnerstag berichtete, folgte der Monarch damit einer Initiative des Nationalen Rats für Menschenrechte (CNDH). Der Rat war von der Regierung eingerichtet worden, nachdem Tausende Marokkaner auf Kundgebungen demokratische Reformen verlangt hatten. 

Unter den begnadigten politischen Gefangenen waren Mitglieder islamistischer Gruppen und Menschenrechtler. 95 Häftlinge wurden aufgrund des Gnadenerlasses aus dem Gefängnis entlassen, bei den anderen wurde das Strafmaß reduziert. 

Der CNDH-Präsident Driss El Yazami begrüßte die Begnadigungen. 

„Dies ist ein historischer Tag und ein bedeutender Schritt zur Stärkung der Demokratie und der Menschenrechte in Marokko“, sagte er. 

Der König hatte eine tiefgreifende Verfassungsreform angekündigt, die auch die Macht des Monarchen einschränken soll. Rabat will damit verhindern, dass die Unruhen in anderen Staaten der arabischen Welt auf Marokko übergreifen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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