Nach den Wahlen
Netanjahu erhält Unterstützung von Israels Rechten

Die Chancen des israelischen Oppositionsführers Benjamin Netanjahu auf das Amt des Ministerpräsidenten haben sich am Donnerstag deutlich erhöht – durch die ultrarechte Partei des Landes.

HB JERUSALEM. Der Chef der rechtsgerichteten Partei Israel Beiteinu, Awigdor Lieberman, empfahl Präsident Schimon Peres, Netanjahu den Auftrag zur Regierungsbildung zu geben. Voraussetzung für die Unterstützung seiner Partei sei allerdings, dass es zu einer großen Koalition komme, sagte Lieberman zu Beginn eines Treffens mit dem Präsidenten.

Der Regierung sollten die drei größten Parteien – seine eigene, der rechts-konservative Likud Netanjahus und die liberal-konservative Kadima-Partei von Außenministerin Zipi Liwni – angehören und offen für weitere Partner sein.

Peres kündigte an, den Auftrag zur Regierungsbildung rasch vergeben zu wollen. Die Gespräche mit den Parteichefs sollten noch am Donnerstag abgeschlossen werden, teilte sein Büro mit. Peres traf sich am Mittwoch mit Vertretern der Kadima, der mit 28 Sitzen stärksten Kraft in der neu gewählten Knesset. Zudem beriet er sich mit dem knapp unterlegenen Likud, der auf 27 Mandate kommt. Israel Beiteinu entsendet 15 Abgeordnete in die Knesset.

Liwnis Chancen auf den Regierungsauftrag erhielten einen zusätzlichen Dämpfer. Der Chef der viertplatzierten Arbeitspartei, Verteidigungsminister Ehud Barak, sagte, er werde keinen Kandidaten empfehlen. Peres hat bis zum 25. Februar Zeit, den Auftrag zur Regierungsbildung zu vergeben. Der designierte Ministerpräsident muss dann in 42 Tagen eine Mehrheit finden.

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