Nach der Entscheidung im Kabinett
Netanjahu erklärt im Streit um Gaza-Abzug Rücktritt

Aus Protest gegen den geplanten israelischen Abzug aus dem Gazastreifen und Teilen des Westjordanlands hat Finanzminister Benjamin Netanjahu seinen Rücktritt eingereicht.

HB JERUSALEM. In einem Schreiben sei er am Sonntag auf Distanz zu dem Plan von Ministerpräsident Ariel Scharon gegangen, berichtete der israelische Rundfunk. Die Regierung will Mitte August mit der Räumung von insgesamt 25 Siedlungen im Gazastreifen und dem nördlichen Westjordanland beginnen.

Netanjahu erklärte zehn Tage vor dem Beginn des Abzugs, ein einseitiger Schritt sei nicht geeignet, Frieden zu bringen. Er sei nicht bereit, Partner für das Projekt zu sein. Netanjahu hatte die Räumung bereits zuvor immer wieder kritisiert. Mehrfach hatte er ohne Erfolg einen Aufschub gefordert. Der Streit um den Abzug hatte den Likud-Block als gemeinsame Partei von Scharon und Netanjahu gespalten.

Der frühere Ministerpräsident und politische Hardliner hatte in der Frage des Rückzugs einen Zickzackkurs gefahren: Im Kabinett stimmte er für den Abzug, dann versuchte er in politischen Manövern, das Vorhaben wieder zu Fall zu bringen. Netanjahu gilt als größter politischer Rivale von Ministerpräsident Ariel Scharon innerhalb des Likud-Blocks. Es wird erwartet, dass sich Netanjahu vor der nächsten Wahl um den Parteivorsitz bemüht.

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