Nach der Festnahme von Ramadan
Noch 17 Saddam-Helfer auf der Fahndungsliste

Auf der Fahndungsliste der USA vom April standen 55 Namen von engen Mitarbeitern des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein. 36 davon sind mittlerweile gefasst, die beiden Söhne Saddams wurden am 22. Juli getötet.

HB/dpa HAMBURG. Nach der Festnahme von Ex- Vizepräsident Taha Vassin Ramadan am Dienstag wird noch nach 17 Führungspersonen gesucht, „tot oder lebendig“. Dazu zählen vor allem:

- Saddam Hussein selbst, „Pik Ass“ und Nummer 1 auf der Liste. Zu den Anschuldigungen zählen Massenvertreibungen und Massenmorde an Zivilisten nach den Aufständen von Kurden und Schiiten im Jahr 1991.

- Ali Hassan el Madschid, Nummer 5, Mitglied des inneren Führungskreises. Der als „Chemie-Ali“ bekannt gewordene Cousin Saddams soll 1988 Giftgas gegen aufständische Kurden eingesetzt haben. Zuletzt war er Kommandeur der Südfront und kam angeblich bei einem Bombenangriff auf Basra ums Leben. Laut Liste des US- Zentralkommandos wird weiterhin nach ihm gesucht.

- Isset Ibrahim el Duri, Nummer 6 der Meistgesuchten. Der Vize- Chef des Revolutionären Kommandorats und Kommandeur der irakischen Nordarmee stammte wie Saddam aus Tikrit und galt als dessen Vertrauter. Er soll maßgeblich an der Niederschlagung des Schiitenaufstands von 1991 beteiligt gewesen sein.

- Hani Abdel Latif el Tilfah. Die Nummer 7 leitete den Sicherheitsdienst SSO. Der Oberst war ein Neffe Saddams und enger Mitarbeiter seines Sohnes Kusai.

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