Nach der Grexit-Krise
Griechenland atmet durch

Es kehrt ein Stück Normalität in Griechenland ein: Die Banken sind wieder geöffnet. Indes setzt die Regierung in Athen erste Sparmaßnahmen um. Vorerst gibt es allerdings kein Votum zu den umstrittenen Bauern-Steuern.
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AthenNach drei äußerst kritischen Wochen hofft Griechenland auf leichte Entspannung. Die Banken öffneten am Montag erstmals wieder und versorgten die Bürger mit etwas mehr Bargeld. Auch der Staat war mit einem frischen Milliardenkredit aus Brüssel wieder flüssig – unter anderem, um fällige Schulden an die Europäische Zentralbank zurückzuzahlen.

Allerdings machen höhere Steuern das Leben in Griechenland nun deutlich teurer. Wann die Wirtschaft wieder einigermaßen rund laufen wird, wagen auch Experten nicht zu sagen.

Vorige Woche hatte Ministerpräsident Alexis Tspiras strenge Reformauflagen der Kreditgeber akzeptiert und durchs Parlament gebracht. Daraufhin gaben die Europartner grünes Licht für Verhandlungen über ein neues Hilfspaket und bewilligten einen Überbrückungskredit von 7,16 Milliarden Euro, der nach EU-Angaben am Montag auch überwiesen wurde. Die EZB erhöhte ihren Rahmen für Notfallkredite um 900 Millionen Euro für die griechischen Banken.

Mit diesem Polster im Rücken machten die Banken nach drei Wochen am Montagmorgen wieder auf. Vor den Türen warteten die Kunden geduldig. Zwar dürfen sie nach wie vor nur 60 Euro pro Tag von ihren Guthaben abheben, aber immerhin für eine Woche im Voraus, also 420 Euro auf einen Schlag. Im Ausland gibt es allerdings weiter kein Geld per Kredit- oder Bankkarte. Schecks werden nicht ausgezahlt, sondern nur dem Konto gutgeschrieben.

Wann die Beschränkungen fallen, ist nach Angaben des griechischen Bankenverbands noch nicht abzusehen. Verbandspräsidentin Louka Katseli mahnte die Bürger zur Ruhe. Sie könne Ängste verstehen, sagte sie dem Staatsfernsehen ERT. „Aber nach der Angst zu handeln, schafft erst die Bedingungen, vor denen die Leute sich fürchten.“

Seit 2008 seien 124 Milliarden Euro von den Konten abgeflossen, davon allein 40 Milliarden in den vergangenen Monaten. Wäre das Geld nicht abgehoben worden, hätten die griechischen Banken kein Liquiditätsproblem gehabt, sagte Katseli.

Teil des von den Gläubigern verlangten Reformpakets ist eine Mehrwertsteuererhöhung von 13 auf 23 Prozent, die am Montag in Kraft trat. Betroffen sind unter anderem Fleisch, Speiseölsorten, Kaffee, Tee, Kakao, Essig, Feuerwerkskörper, Toilettenpapier und Kondome. Der erhöhte Satz trifft auch Dienstleister wie Taxifahrer, Bestattungsunternehmer und Nachhilfelehrer. Anfang August dürften auch die Fahrscheine für Busse und Bahnen teurer werden.

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  • Ob sie öffnen oder nicht, ist egal. Griechenland ist und bleibt auf die Zeit unterm Euro völlig Pleite, mit oder ohne Banken.

    Das Land lebt ausschließlich vom Ponzi-Scheme: rechte Tasche, linke Tasche. Immer handelt es sich um das Geld der EU-Steuerzahler, was bald auf die Euro-Steuerzahler verengt werden soll.
    Deren Anteil wird dann natürlich noch größer.

    Die Griechen haben davon nicht viel. Helfen müssen sie sich schon ganz alleine. Dazu gehören neue Gesetze, die auch wirklich umgesetzt und vollstreckt werden, was sehr unwahrscheinlich ist. Denn das gab es im Lande noch nie.

    An diesem Beispiel wird deutlich, was uns unterm Euro alle erwartet: Dysfunktion, Fehlleistungen und Betrügereien ohne Ende. Merkwürdig, daß alle dies wissen, nur Frau Merkel nicht. Selbst Schäuble hat mittlerweile gelernt, daß es so nicht geht. Immerhin.

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