Nach der Griechen-Wahl
Samaras will breite Koalition schmieden

Der Chef der griechischen Konservativen, Antonis Samaras, könnte noch am Dienstag eine neue Regierung bilden. Eine Beteiligung der Linksallianz Syriza ist dabei jedoch unwahrscheinlich.
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AthenZwei Tage nach der Parlamentswahl in Griechenland wächst die Hoffnung auf die rasche Bildung einer stabilen Regierung. Die Vorsitzenden der Parteien wollten am Dienstag erneut zu Koalitionsgesprächen zusammenkommen. Der Chef der sozialistischen PASOK, Evangelos Venizelos, forderte eine Regierungsbildung bis spätestens Dienstagabend. Der Vorsitzende der stärksten Partei Neue Demokratie, Antonis Samaras, muss innerhalb von drei Tagen eine Koalition schmieden.

"Ich stimme mit Herr Venizelos überein, dass bis zum Ende meines Mandats eine Regierung zur nationalen Rettung gebildet werden muss", sagte Samaras nach Gesprächen am Montag. "Natürlich wird es weitere Treffen geben." Samaras erhielt zuvor von Präsident Karolos Papoulias das Mandat zur Regierungsbildung. Er kündigte an, mit den Führern aller Parteien zusammen zu treffen, die "an die europäische Ausrichtung Griechenlands und an den Euro glauben".

Griechenland müsse sofort eine Regierung bekommen, und er werde versuchen, so viele Parteien wie möglich in diese einzubinden, sagte Samaras nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden der radikalen Linksallianz Syriza, Alexis Tsipras. Tsipras, der im Wahlkampf angekündigt hatte, die Vereinbarungen Griechenlands zum internationalen Rettungspaket aufzukündigen und die Sparmaßnahmen aufzuheben, schloss aber noch am Wahlabend seine Beteiligung an einer Koalition aus.

Auch Venizelos forderte eine möglichst schnelle Regierungsbildung. "Die wichtigste Sache für uns ist jetzt, den breitesten möglichen Konsens zu erzielen - und das muss spätestens bis morgen Abend geschehen", sagte der frühere Finanzminister nach einem Treffen mit Samaras am Montag.

Venizelos kritisierte Tsipras für dessen ablehnende Haltung bezüglich einer breiten Koalition. "Manche Leute wählen die einfache Position, gehen in die Opposition und warten darauf, dass die Regierung scheitert. Sie schaffen sogar Bedingungen dafür, dass die Regierung, dass das Land scheitert."

Nach dem offiziellen Endergebnis kam die Neue Demokratie auf 29,66 Prozent der Stimmen und Syriza auf 26,89 Prozent. Das griechische Wahlsystem garantiert dem Sieger 50 zusätzliche Mandate im Athener Parlament mit 300 Sitzen. Mit Unterstützung der sozialistischen PASOK würde Samaras so 162 Sitze haben. Die kleinere Partei der Demokratischen Linken, die 17 Sitze eroberte, lehnt zwar die harten Sparmaßnahmen ab, hat aber erklärt, sie würde alles tun, um eine starke Regierung zu bilden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich weiß nicht was die EU da für ein Spielchen treibt. Statt die Kriminellen, deren Köpfe das Volk schon gefordert hatte, rechtlich zu belangen, treibt man die Bürger mit der Euro-Panikmache wieder in deren Arme.

  • Diese beiden ehrenwerten Herren waren in der Vergangenheit an den Betrügerein beteiligt. Die haben alles versprochen und nichts gehalten. Denen kann man nun wirklich überhaupt nicht vertrauen. Die werden die naiven Nordländer weiter an der Nase rum führen.

  • Wenn ich beide nur sehe....also sorry.....denen steht alles bereits direkt auf der Stirn. Da setz ich mir lieber nen Franjo Pooth oben hin :D

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