Nach der Nach Freilassung
Deutsche Bergsteiger werden aus Türkei zurückerwartet

Nach ihrer Freilassung sollen die am 8. Juli am Ararat in der Osttürkei von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK entführten drei Bergsteiger nun nach Deutschland zurückkehren.

HB ISTANDBUL/BERLIN. Ein genauer Zeitpunkt dafür war jedoch noch nicht bekannt. Die drei Bayern waren am Sonntag freigelassen worden. Nach Angaben des türkischen Außenministeriums waren sie wohlauf.

Laut der Behörde wurden die 33, 48 und 65 Jahre alten Männer von den Geiselnehmern auf einem Hügel in der Nähe des Ararats auf freien Fuß gesetzt. Der Gouverneur der Provinz Agri, Mehmet Cetin, berichtete, die Gendarmerie habe sie dort nach einer halben Stunde in ihre Obhut genommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich hoch erfreut über die Freilassung.

„Ich bin erstmal erleichtert“, sagte sie am Sonntag in der ARD. „Wir werden die Freigelassenen hoffentlich bald sehen und auch in Deutschland wiederhaben.“ Auf die Frage, ob Lösegeld oder ein politischer Preis gezahlt worden sei, sagte Merkel: „Sie wissen, dass wir alles tun, um die Geiseln frei zu bekommen.“ Der Krisenstab der Bundesregierung habe eine hervorragende Arbeit geleistet. Weitere Details wollte sie nicht nennen.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, berichtete aufgrund eigener Informationen, die drei Männer seien am Vormittag von der PKK auf einem Hügel in der Nähe von Dogubeyazit in der Region Agri freigelassen worden. Später nahmen sie dort die türkischen Behörden in Empfang. Am Montag solle es dann in die Hauptstadt Ankara weitergehen.

Fünf Kämpfer der PKK hatten die drei Männer am Abend des 8. Juli aus einem Camp am Berg Ararat auf 3200 Metern Höhe verschleppt. Die insgesamt 13 Männer und Frauen der Gruppe waren in der Nacht vor der Gipfelbesteigung des 5165 Meter hohen Berges überfallen worden.

Während zehn Mitglieder der Gruppe mit dem Schrecken davon kamen und wenige Tage später unversehrt nach Bayern zurückkehren konnten, fehlte von den drei Verschleppten, deren Namen mit Helmut H., Martin S. und Lars Holger R. angegeben wurden, zunächst jede Spur. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes in Berlin bemühte sich seitdem um die Freilassung der Bergsteiger.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bestätigte in Berlin, die Freigelassenen befänden sich nun „in sicherer Obhut deutscher und türkischer Behörden“. Auch der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) zeigte sich erleichtert. Er sei froh, dass die Geiselnahme unblutig beendet werden konnte.

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