Nach der Verhinderten Wiedervereinigung
EU wird Nordzypern verstärkt helfen

Die Europäische Union will nach dem Scheitern der Wiedervereinigung Zyperns dem Norden der Insel, der vorerst nicht in die EU aufgenommen wird, verstärkt helfen. Darauf verständigten sich die EU-Außenminister am Montag in Luxemburg.

HB LUXEMBURG. Der für die EU-Erweiterung zuständige Kommissar Günter Verheugen kündigte Brüsseler Initiativen an, um die nordzyprische Wirtschaft stärker zu fördern und diesen Landesteil an die EU heranzuführen.

Beabsichtigt sind eine direkte finanzielle Hilfe sowie Erleichterungen für den Personen- und Güterverkehr über die Grenze zwischen beiden Inselteilen. Dafür sollen nach einem Beschluss der Minister 259 Millionen Euro freigegeben werden, die die EU im Falle einer Wiedervereinigung ohnehin schon für den Norden Zyperns auf der Rechnung hatte.

Alle Mitglieder des Ministerrats hätten die Entscheidung der griechisch-zyprischen Bevölkerung gegen eine Wiedervereinigung bedauert, berichtete Außenminister Joschka Fischer. Die türkisch-zyprische Bevölkerung habe jedoch „im europäischen Geist gehandelt“, indem sie für die Vereinigung stimmte. Sie dürfe nicht enttäuscht werden, die EU müsse ihr eine positive Antwort geben.

Auch Fischers französischer Kollege Michel Barnier betonte: „Wir wollen die europäische Perspektive für alle Menschen in Zypern aufrechterhalten.“ In einer schriftlichen Erklärung des Ministerrats bekräftigt die EU ihre Entschlossenheit, sicherzustellen, „dass alle Bürger Zyperns ihre Zukunft in einem vereinten Land als Mitglied der Europäischen Union finden.“

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