Nach der Wahl
Gates soll US-Verteidigungsminister bleiben

US-Verteidigungsminister Robert Gates soll offenbar noch mindestens ein Jahr im Amt bleiben und wenigstens vorübergehend auch unter dem neuen Präsidenten Barack Obama das Pantagon leiten. Mit dieser Nominierung würde Barack Obama seine Zusage erfüllen, dass auch ein Republikaner in seinem Kabinett sein solle.

HB CHICAGO. Das berichteten Gewährsleute am Dienstag in Chicago, wo Obama sich auf die Amtsübernahme vorbereitet und sein Kabinett zusammenstellt. Neuer Nationaler Sicherheitsberater soll der frühere General der Marineinfanterie, James Jones, werden. Offiziell soll die Besetzung der wichtigsten Ämter im Bereich der nationalen Sicherheit in der kommenden Woche bekanntgegeben werden.

Gates ist seit zwei Jahren unter Präsident George W. Bush Verteidigungsminister. Er gilt als gemäßigter Politiker und ist seit langem den Republikanern verbunden.

Gates und Jones bringen langjährige Erfahrung in eine Regierung, die von einem 47-Jährigen geleitet werden wird, der über wenig außenpolitische Erfahrung verfügt und dann auch Oberkommandierender der Streitkräfte sein wird. Gates Nominierung wäre auch ein Zeichen der Stabilität in einer Zeit, in der die USA zwei Kriege führen. Gates hatte zwar einmal erklärt, es wäre unvorstellbar, dass er nach dem Ende der Amtszeit von Bush im Amt sein werde, in letzter Zeit nahm er öffentlich aber nicht mehr dazu Stellung.

Der frühere US-Notenbankchef Paul Volcker soll einem Medienbericht zufolge Obamas Chefberater bei der Reform der Finanzmärkte werden. Volcker solle Vorsitzender des neuen Wirtschaftsrats zur Stabilisierung der Märkte werden, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf Vertreter der Demokraten. Dem Beirat sollen demnach keine Regierungsmitglieder, sondern ausschließlich Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft angehören.

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