Nach der Wahl
Obama ernennt Geithner zum Finanzminister

Nun ist es offiziell: Der designierte US-Präsident Barack Obama hat mit Timothy Geithner seinen Finanzminister vorgestellt. Geithner ist Chef der Notenbank (Fed) in New York. Die Ankündigung hatte bereits zuvor die Kurse an der Wall Street in die Höhe schießen lassen.

HB WASHINGTON. Die Nachrichten der jüngsten Zeit hätten noch deutlicher gemacht, dass die USA einer Wirtschaftskrise von historischem Ausmaß gegenüberstünden, sagte Obama. "Die meisten Experten glauben jetzt, dass wir im kommenden Jahr Mio. Arbeitsplätze verlieren könnten." Die künftigen Mitglieder seines Kabinetts brächten solide Urteilskraft und frisches Denken mit. Erste Aufgabe der Minister sei es nach der Amtsübernahme, das Konjunkturprogramm für die amerikanische Wirtschaft auf den Weg zu bringen.

Geithner wird eng mit Lawrence Summers zusammenarbeiten, einst Finanzminister unter dem letzten demokratischen Präsidenten Bill Clinton und Präsident der renommierten Harvard-Universität. Summers übernimmt den Nationalen Wirtschaftsrat. An die Spitze des Handelsministeriums tritt Bill Richardson, bislang Gouverneur von New Mexico und für kurze Zeit selbst demokratischer Präsidentschaftsbewerber. Mit ihm ist zugleich die lateinamerikanische Bevölkerungsgruppe im Kabinett vertreten.

Diese Drei - Geithner, Summers und Richardson - werden künftig im Rampenlicht stehen, wenn es darum geht, die Finanzkrise zu überwinden und die Konjunktur wieder anzukurbeln. Obama hat dafür massive staatliche Investitionen in Aussicht gestellt. Auf diese Weise sollen bis 2011 in den USA 2,5 Mio. gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen werden.

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