Nach erneutem Massenmord an Christen
Ägypten fliegt Angriffe auf Terroristenlager

Nach einem Massenmord an koptischen Christen in Ägypten lässt Präsident Abdel Fattah al-Sisi jetzt Ausbildungslager von Terroristen in Libyen bombardieren und bittet Donald Trump um Hilfe.
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KairoÄgypten hat nach den Worten seines Präsidenten Ausbildungsstützpunkte von Extremisten angegriffen, die Stunden zuvor einen tödlichen Anschlag auf koptische Christen südlich von Kairo verübt hatten. Nähere Einzelheiten nannte Präsident Abdel Fattah al-Sisi zunächst nicht. Aus offiziellen Kreisen verlautete, Kampfflugzeuge hätten Stützpunkte von Extremisten im Osten Libyens angegriffen. Die Kampfjets hätten das Hauptquartier des Shura-Rats in der Stadt Darna ins Visier genommen. Örtliche Milizen dort sollen Verbindungen zu Al-Kaida haben.

Ägypten werde jegliche Ausbildungsstützpunkte von Extremisten angreifen, die Anschläge in Ägypten verübten, wo immer sie seien, sagte Al-Sisi. In einer im Fernsehen übertragenen Rede appellierte er am Abend direkt an US-Präsident Donald Trump, den Kampf gegen den Terror anzuführen. Zugleich wiederholte er Forderungen nach einer Bestrafung von Ländern, die Extremisten finanzierten, ausbildeten oder bewaffneten. Präsident Trump verurteilte die Morde in einer Mitteilung scharf: „Die USA verdeutlichen Freunden, Verbündeten und Partnern, dass die kostbaren und historischen christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten verteidigt und geschützt werden müssen. Das Blutvergießen der Christen muss enden, und alle, die ihren Mördern helfen, müssen bestraft werden“, heißt es in dem Statement.

Bei dem Angriff vermummter Bewaffneter auf einen mit Kopten besetzten Bus wurden am Freitag mindestens 28 Menschen getötet, darunter viele Kinder. 22 weitere Personen seien verletzt worden, teilte das ägyptische Innenministerium nach der Attacke am Freitag mit. Bereits im April starben bei Angriffen 44 Christen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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