Nach ETA-Warnung
Autobombe in Madrid explodiert

In der spanischen Hauptstadt Madrid ist am Mittwochmorgen eine Autobombe explodiert. Acht Menschen wurden nach Angaben von Bürgermeister Alberto Ruiz-Gallardón verletzt.

HB MADRID. Die Explosion ereignete sich im Wohn- und Gewerbeviertel San Blas im Osten der Stadt. 45 Minuten vorher hatte sich ein Anrufer bei der baskischen Zeitung "Gara" gemeldet und im Namen der Terrororganisation ETA vor der Bombe gewarnt. Die Polizei konnte das Gebiet rechtzeitig absperren.

Unter den Verletzten waren mehrere Mechaniker nahe gelegener Autowerkstätten. Der Sprengsatz war nach Angaben der Polizei in einem gestohlenen Lieferwagen versteckt gewesen. Die Terroristen hatten das Fahrzeug in der Nähe einer U-Bahn-Station abgestellt.

Die ETA verübt in Spanien immer wieder Bombenanschläge, vor denen sie vorher telefonisch warnt. Deshalb bleibt es in aller Regeln bei Leichtverletzten. Erst vor gut einer Woche hatte das spanische Parlament Friedensgesprächen zwischen der Regierung und der ETA zugestimmt, falls die baskische Untergrundorganisation sich auflöst und ihre Waffen niederlegt. Die ETA kämpft seit Jahrzehnten für einen eigenen baskischen Staat. Dabei sind mehr als 800 Menschen getötet worden.

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