Nach Festnahme von 17 Aktivisten
Teile der Al-Aksa-Brigaden kündigen Waffenruhe auf

Teile der militanten palästinensischen Al-Aksa- Brigaden haben am Samstagabend die Ende Juni ausgerufene Waffenruhe aufgekündigt. Außerdem drohte die in der Stadt Dschenin ansässige Zelle der Al-Aksa-Brigaden mit der Wiederaufnahme der Selbstmordanschläge in Israel.

HB/dpa RAMALLAH. Zuvor hatten palästinensische Sicherheitskräfte 17 Aktivisten der Organisation festgenommen, die sich seit anderthalb Jahren im Amtssitz von Palästinenserpräsident Jassir Arafat in Ramallah versteckt hatten.

Die Al-Aksa-Brigaden in Ramallah, der militärische Arm der Fatah- Bewegung Arafats, hatte mit dem Ende der Waffenruhe gedroht, falls Arafat die Männer in ein Internierungslager in die Stadt Jericho bringen lasse. Wie es am Abend in Ramallah hieß, haben sich inzwischen fünf der Festgenommenen mit ihrer Verlegung nach Jericho einverstanden erklärt. Zwölf weitere seien jedoch aus Protest gegen ihre Festnahme in einen unbefristeten Hungerstreik getreten.

Am Abend kündigte dann die als besonders militant geltende Zelle der Al-Aksa-Brigaden in Dschenin die Waffenruhe auf und drohte mit der Wiederaufnahme der Selbstmordanschläge in Israel. Die Stadt Dschenin im Norden des Westjordanlandes wird von der israelischen Armee kontrolliert.

Die Festnahme der Extremisten durch Sicherheitskräfte Arafats erfolgte offenbar in enger Absprache mit Israel und den vermittelnden USA. Palästinensische Beobachter erwarten, dass Israels Armee sich nach der Internierung der von Israel gesuchten Extremisten aus der Verwaltungsstadt Ramallah zurückzieht. Außerdem sei es möglich, dass Israel Arafat nun größere Bewegungsfreiheit in Ramallah und den Palästinensergebieten einräumt. Arafat steht praktisch seit über 18 Monaten in seinem Hauptquartier unter Hausarrest.

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