Nach Fidel Castros Tod
Kuba wartet auf Signale von Trump

Nach dem Tod Fidel Castros blicken die Kubaner gebannt nach Amerika: Wird es eine Annäherung unter Trump geben? Seine Reaktion auf den Tod des Staatsoberhauptes lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Kuba-Politik zu.
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HavannaDie Kubaner schauen nach dem Tod von Revolutionsführer Fidel Castro gebannt auf die USA. Viele beschäftigt vor allem die Frage, ob der frühere Erzfeind unter dem künftigen Präsidenten Donald Trump den Weg der Annäherung fortsetzen oder stoppen wird. Daran hängt nicht zuletzt die wirtschaftliche Zukunft des kommunistischen Inselstaates.

Trumps Reaktion auf Castros Tod ließ am Wochenende keine klaren Rückschlüsse zu. Zwar bezeichnete er das frühere Staatsoberhaupt als „brutalen Diktator, der sein Volk fast sechs Jahrzehnte lang unterdrückte“. Zugleich kündigte Trump an, nach seinem Amtsantritt am 20. Januar alles zu tun, um Freiheit und Wohlstand auf der Karibikinsel zu fördern.

Sein Vorgänger Barack Obama hatte nach jahrzehntelanger Feindschaft eine behutsame Normalisierung der Beziehungen beider Länder angestoßen. Im März wurde Obama von Fidel Castros Bruder und Nachfolger Raul zu einem historischen Treffen in Havanna empfangen. Obama dringt auf engere Handelsbeziehungen und eine Lockerung der Finanzsanktionen gegen den Einparteienstaat. Er konnte den Kongress aber nicht überzeugen, das Wirtschaftsembargo aufzuheben. Den verstorbenen Castro würdigte Obama als „einzigartige Persönlichkeit“ und bekräftigte sein Angebot, den Kubanern „eine Hand der Freundschaft“ zu reichen.

Trump hatte in den vergangenen Monaten verschiedene Signale ausgesandt. Zunächst bezeichnete er Obamas Vorgehen als grundsätzlich richtig, forderte aber bessere Vereinbarungen mit dem Inselstaat.

Später drohte er im Kampf um die Stimmen von Exil-Kubanern in Florida damit, Obamas Annäherungskurs rückgängig zu machen, wenn die kubanische Führung nicht Religionsfreiheit ermöglicht und politische Gefangene freilässt.

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