Nach Folterskandal
Bush startet PR-Offensive

Das Image der USA in den arabischen Staaten ist nicht zuletzt durch den Folterskandal deutlich ramponiert worden. Nun will man mit einer PR-Offensive wieder Boden gut machen.

HB KAIRO. Der arabische Fernsehsender El Arabija will beispielsweise am Mittwoch ein Interview mit US-Präsident George W. Bush ausstrahlen. Das bestätigte der Nachrichtenchef des in Dubai ansässigen Senders, Salah Nadschm. Das Interview ist offensichtlich Teil einer Medienoffensive, mit der die amerikanische Regierung die durch Bushs Kurs im Nahost-Konflikt und den Gefangenen-Skandal im Irak gegen Washington aufgebrachte arabische Öffentlichkeit besänftigen will. Auch El Hurra, ein neuer amerikanischer Sender in arabischer Sprache, soll heute ein Bush-Interview ausstrahlen.

Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, die sich unter anderem von der Zeitung „Al-Hayat“ und dem Nachrichtensender El Dschasira befragen ließ, erklärte zu den Misshandlungen im irakischen Gefängnis Abu Ghoreib: „Präsident Bush verfolgt die Ermittlungen hierzu persönlich und mit größter Genauigkeit“. Washington hatte El Arabija und El Dschasira in den vergangenen Monaten wiederholt wegen ihrer Berichterstattung aus dem Irak kritisiert und ihnen vorgeworfen, sie stachele die Iraker zur Gewalt auf.

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