Nach Gespräch mit US-Sondergesandtem
Nordkorea will Reaktor abschalten

Nordkorea hat nach Angaben des US-Sondergesandten Christopher Hill zugesagt, den umstrittenen Atomreaktor Yongbyon in spätestens drei Wochen abzuschalten. Nach einem Aufenthalt in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang zeigte sich Hill am Samstag vorsichtig optimistisch, dass es in dem Konflikt damit bald Fortschritte geben könnte.

rtr TOKIO. Die Abschaltung des Reaktors sei aber nur ein erster Schritt, der noch lange nicht alle Probleme löse, betonte er nach seiner Ankunft in Tokio. Beide Seiten hätten die Möglichkeit eines Treffens im Rahmen des Sechs-Parteien-Gespräche Anfang Juli erörtert, erklärte Hill weiter. Zu den Verhandlungen werde es aber erst kommen, wenn Nordkorea den Atomreaktor wirklich stillgelegt habe. Nordkorea machte die Abschaltung von Yongbyon wiederum davon abhängig, dass seine in Macau eingefrorenen Staatsvermögen in Höhe von 25 Mill. Dollar nicht nur freigegeben, sondern auch tatsächlich in Pjöngjang angekommen seien.

Hill war in dieser Woche auch überraschend in Pjöngjang eingetroffen, um die Verhandlungen über ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms neu anzustoßen. Der US-Gesandte sprach anschließend von einer guten Unterredung, die er in dem kommunistischen Land gehabt habe. Voraussichtlich am Dienstag sollen nun Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach Nordkorea reisen und beratschlagen, wie der zugesagte Stopp des Atomprogramms überwacht werden kann.

Nordkorea hatte sich zur Abschaltung von Yongbyon schon im Februar grundsätzlich bereit erklärt. Danach gerieten die so genannten Sechs-Parteien-Gespräche aber wieder ins Stocken. An der Runde sind neben den USA, Nordkorea und Japan auch Südkorea, China und Russland beteiligt.

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