Nach Granatenangriff: Familien fliehen aus syrischer Stadt Aleppo

Nach Granatenangriff
Familien fliehen aus syrischer Stadt Aleppo

In Syrien werfen sich Regierung und Rebellen gegenseitig Massaker vor. Nachdem zahlreiche Granaten niedergingen, soll es eine Massenflucht gegeben haben. Auch ARD-Korrespondent Armbruster wurde schwer verletzt.
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BeirutHunderte Familien sind aus der umkämpften Stadt Aleppo im Nordwesten Syriens vor Gefechten geflohen. Im Viertel Scheich Makssud habe es eine Massenflucht gegeben, nachdem zahlreiche Granaten niedergegangen und mehrere Häuser zerstört worden seien, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit. Bei Dreharbeiten in der Stadt wurde der ARD-Fernsehkorrespondent Jörg Armbruster schwer verletzt.

Hunderte Autos mit Familien hätten Scheich Makssud wegen der Kämpfe zwischen Rebellen und Kämpfern der Regierung von Präsident Baschar al-Assad verlassen, sagte der Leiter der in London ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die Organisation bezieht ihre Informationen über ein breites Netzwerk von Kämpfern und Ärzten in Syrien; von unabhängiger Stelle könne diese nicht überprüft werden.

Scheich Makssud ist ein Viertel mit überwiegend kurdischer Bevölkerung. Die Kämpfe, die dort seit Freitag wüten, konzentrieren sich aber auf den sunnitischen Teil des Viertels. Dieses Gebiet ist strategisch bedeutsam, weil es auf einem Hügel liegt, der Syriens zweitgrößte Stadt überragt. Von dort könne ganz Aleppo überblickt werden, sagte Rahman.

Laut der Beobachtungsstelle will die syrische Armee die Aufständischen daran hindern, den strategisch wichtigen Hügel einzunehmen, von dem aus sie Angriffe auf Viertel unter der Kontrolle der Armee verüben könnten. Seit Freitag seien bei den Gefechten mehr als 40 Zivilisten, Rebellen und Soldaten getötet worden. Landesweit wurden demnach allein am Sonntag 140 Menschen getötet.

Assads Führung und die Rebellen machten sich gegenseitig für ein Massaker im westlichen Tall Kalach verantwortlich. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden in der Stadt an der Grenze zum Libanon in der Nacht zum Sonntag elf Menschen, darunter acht Frauen, "hingerichtet". Wer die Menschen tötete, gab sie nicht an.

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Der Aufstand dauert bereits zwei Jahre

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