Nach Krisensitzung
Samaras plant Griechenlands Neustart

Mit einer umfangreichen Regierungsumbildung soll die griechische Koalition aus Konservativen, Sozialisten und Linken doch noch gerettet werden. Auch für den Staatsrundfunk will Samaras eine Lösung ausarbeiten.
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Athen Bei einem Krisengipfel in Athen soll Ministerpräsident Antonis Samaras einen „Neustart“ der Koalition und eine Regierungsumbildung im Juli vorgeschlagen haben. Das verlautete am Montagabend noch während des Treffens aus gut informierten Kreisen. Hintergrund der Krisengespräche ist die Schließung des staatlichen Fernsehens ERT in der vergangenen Woche. Samaras hatte dies entschieden, ohne die Koalitionspartner einzubinden. Die Chefs der drei Koalitionsparteien trafen sich am Abend, um ihren Streit beizulegen.

Samaras schlug den Angaben zufolge außerdem vor, dass ein Notprogramm so lange gesendet werden sollte, bis der neue Staatsrundfunk saniert und reformiert an den Start gehen könne. Ziel der Regierungsumbildung sei eine größere Beteiligung der Koalitionsparteien. Auch solle es eine Koordinationsausschuss der drei Parteien geben.

Die Koalition aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken droht ein Jahr nach den Wahlen auseinanderzubrechen. Die größte Oppositionspartei Syriza fordert Neuwahlen.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Griechenlands darf dagegen vorerst weiter senden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag aus Justizkreisen erfuhr, darf die Anstalt ERT so lange auf Sendung bleiben, bis ein Urteil in der Hauptsache fällt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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