Nach Lagerhausbrand: Argentinien nimmt Deutsche-Bank-Entlassung unter die Lupe

Nach Lagerhausbrand
Argentinien nimmt Deutsche-Bank-Entlassung unter die Lupe

Steht die Entlassung eines Devisenhändlers der Deutschen Bank in Verbindung mit einem Lagerhausbrand in Buenos Aires? Dies vermutet offenbar die argentinische Zentralbank. Untersuchungen sind eingeleitet.
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Die Zentralbank von Argentinien hat eine Untersuchung zur Entlassung eines Devisenhändlers der Deutsche Bank eingeleitet - um herauszufinden, ob diese in Verbindung mit einem Lagerhausbrand in dieser Woche in Buenos Aires steht, bei dem Dokumente zerstört wurden. Das gab der Kabinettschefs Jorge Capitanich in Buenos Aires am Freitag bei einer Pressekonferenz bekannt.

Seinen Angaben zufolge vernichtete das Feuer, bei dem neun Menschen getötet wurden, Unterlagen, die zu Unternehmen aus Branchen von Banken über Telekommunikation bis hin zu Energie gehörten.

Die Deutsche Bank hatte keine Dokumente in dem vom Feuer zerstörten Objekt, sagte Unternehmenssprecherin Renee Calabro in einer schriftlichen Mitteilung.

Bei dem von der Deutschen Bank entlassenen Mitarbeiter handelt es sich um Ezequiel Starobinsky, einen Händler in Buenos Aires, wie Bloomberg News aus informierten Kreisen erfuhr. Der Schritt sei nach einer internen Untersuchung zu möglichen Devisenmanipulationen erfolgt.

Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner „hat den Wertpapierregulierer angeordnet, festzustellen, ob die von ihm beaufsichtigten Unternehmen Dokumente gelagert hatten”, sagte Capitanich. „Es ist wichtig, dies mit der Tatsache in Verbindung zu bringen, dass die Deutsche Bank einen Devisenhändler in Argentinien gefeuert hat - inmitten von Untersuchungen internationaler Regulierer zu angeblichen Manipulationen auf dem Devisenmarkt.”

Im Juni hatte Bloomberg News berichtet, dass Mitarbeiter einiger Finanzhäuser Informationen mit ihren Kollegen bei anderen Banken über ihre Positionen austauschten. Seitdem wurden mindestens 20 Personen entlassen oder beurlaubt. Mindestens ein Dutzend Aufseher und Behörden auf drei Kontinenten prüfen mögliche Manipulationen am Devisenmarkt.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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