Nach langem Hin und Her Präsidenten ernannt
Schwere Anschläge erschüttern den Irak

Im Irak haben am Dienstag schwere Anschläge mit bis zu 31 Toten die Ernennung des Stammesscheichs Ghasi el Jawar zum Übergangspräsidenten des Landes überschattet.

HB BAGDAD. Der designierte Ministerpräsident Ijad Allawi gab unterdessen die Namen seiner 28 Minister bekannt, darunter fünf Frauen. Von den Kabinettsmitgliedern gehört nur ein Teil den im Regierungsrat vertretenen Parteien an. Im Anschluss hat sich der Regierungsrat wie geplant aufgelöst.

Kurz nach El Jawars Nominierung sprengte sich neben einem Gebäude der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) ein Selbstmordattentäter in seinem Auto in die Luft. Der arabische Nachrichtensender El Dschasira berichtete unter Berufung auf Krankenhausärzte 20 Menschen seien dabei ums Leben gekommen. Eine Sprecherin der US-Armee sprach dagegen von zwei Toten und 27 Verletzten. Augenzeugen sagten, die Wächter vor dem PUK-Gebäude hätten nach der Explosion wild um sich geschossen.

Bei einem Selbstmordanschlag im 200 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Bedschi wurden nach Angaben von Krankenhausärzten elf Iraker getötet und 18 zum Teil schwer verletzt. Die Autobombe explodierte an einer irakischen Straßensperre in der Nähe eines US- Stützpunktes.

Wie das US-Militär in Bagdad mitteilte, schossen Unbekannte wenige Minuten nach der Ernennung El Jawars mehrere Raketen auf die von den Amerikanern streng bewachte „Grüne Zone“ ab, in der sich auch der Sitz des am Dienstag aufgelösten provisorischen Regierungsrats befindet. Dabei sei ein Iraker verletzt worden.

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