Nach Luftangriff
Massenproteste in Pakistan gegen USA

Nach dem mutmaßlichen US-Luftangriff auf ein pakistanisches Dorf mit 18 Toten haben am Sonntag in allen bedeutenden pakistanischen Städten Menschen gegen die USA und gegen den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf demonstriert. Die pakistanische Regierung legte unterdessen formell Protest ein.

HB ISLAMABAD. Alleine in der Hafenstadt Karachi gingen bei der größten Veranstaltung rund 5000 Menschen auf die Straße. Auf Bannern und Plakaten war „Stoppt das Töten unschuldiger Zivilisten“, „Freunde der Vereinigten Staaten sind Verräter“ und „Nieder mit den USA“ zu lesen.

In Karachi und der Hauptstadt Islamabad nahmen auch Politiker des Muttahida Qaumi Movement (MQM) teil. Die Partei ist einer der wichtigsten Unterstützer Musharrafs. Zu den Demonstrationen hatte ein oppositionelles islamistisches Parteienbündnis aufgerufen.

Nach US-Medienberichten galt der Angriff Osama bin Ladens Stellvertreter, Eiman al-Sawahiri. Der El-Kaida-Vize war nach Angaben aus der pakistanischen Armee nicht unter den Toten. Die pakistanische Regierung legte nach Angaben des Außenministeriums formell Protest beim US-Botschafter ein und verurteilte den Tod „unschuldiger Zivilisten“.

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