Nach Manchester-Anschlag

Alle Verdächtige wieder auf freiem Fuß

Alle festgenommen Personen, die im Zusammenhang mit dem Anschlag in Manchester stehen sollen, befinden sich nun wieder auf freiem Fuß. Denn die britischen Behörden konnten keinerlei Verbindungen nachweisen.
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Insgesamt 20 Personen waren nach dem Anschlag in Manchester festgenommen worden - auch Personen aus der Hauptstadt des Vereinten Königreichs. Quelle: AP
Polizei London

Insgesamt 20 Personen waren nach dem Anschlag in Manchester festgenommen worden - auch Personen aus der Hauptstadt des Vereinten Königreichs.

(Foto: AP)

ManchesterDie britische Polizei hat alle Personen, die nach dem Anschlag in Manchester festgenommen worden waren, ohne Anklage wieder entlassen. „Jeder der 20 Festgenommenen wurde viele Male über seine Beziehung und Kontakte zu (dem Attentäter Salman) Abedi befragt“, sagte der zuständige Anti-Terror-Polizeichef Russ Jackson. Nach den Ermittlungen sei es wahrscheinlich, dass Abedi die Bombe, mit der er Ende Mai auf einem Pop-Konzert 22 Menschen tötete, allein gebaut habe. Unklar sei, ob andere Personen ihm geholfen hätten, Bauteile für die Bombe zu besorgen oder zu lagern, sagte Jackson.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Abedi die Bauteile in einem Kleinwagen gelagert und den Sprengkörper in seiner Wohnung südlich der Innenstadt von Manchester zusammengefügt hat. Das Verhör von Abedis Bruder Hashim, der in Libyen von den dortigen Behörden festgenommen worden war, stehe noch aus, hieß es weiter. Abedi hatte einen Monat in Libyen verbracht und war erst kurz vor dem Attentat nach Großbritannien zurückgekehrt.

Manchester feiert und gedenkt
Ariana Grande
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Am 22. Mai waren beim Konzert der US-Sängerin in der Manchester Arena durch einen Selbstmordanschlag 22 Menschen und der Attentäter ums Leben gekommen. Zum Benefizkonzert kam die extrem erfolgreiche Interpretin wieder in die Stadt - und besuchte vor dem Auftritt auch einige Verwundete des Anschlags.

Ariana Grande
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Die Show erreicht ihren emotionalen Höhepunkt, als Ariana Grande mit dem Chor der Parrs Wood High School aus Manchester ihren Song „My Everything“ singt. Die 12-jährige Chorsängerin Natasha Seth bricht dabei in Tränen aus. Grande nimmt sie in den Arm. Auch viele Konzertbesucher sind gerührt und greifen zu den Taschentüchern. Doch auch die Sängerin selbst war vor der Trauer nicht gefeit.

Grande und die Black Eyed Peas
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Die Sängerin wurde bei dem Benefizkonzert auch von den männlichen Mitgliedern der Gruppe Black Eyed Peas unterstützt.

Pharrell Williams und Miley Cyrus
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Ein besonderes Star-Aufgebot folgte dem Aufruf „One Love Manchester“.

Liam Gallagher und Chris Martin
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Eine Wiedervereinigung von Manchesters Britpop-Kultband Oasis, über die spekuliert worden war, bleibt aus. Immerhin darf sich das Publikum über ein paar Oasis-Momente freuen. Zunächst singt Grande gemeinsam mit der Band Coldplay den 90er-Jahre-Klassiker „Don't Look Back In Anger“. Später spielt Überraschungsgast Liam Gallagher drei Songs ohne Bruder Noel und bekommt viel Applaus. Der Song über den Blick zurück, der nicht im Zorn erfolgen soll, ist zur Hymne der Trauernden in Manchester geworden.

Katy Perry
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Auch Weltstar Perry ließ es sich, ganz in weiß gewandet, nicht nehmen, in Manchester aufzutreten.

Größer Erlös
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Mit dem Konzert auf dem Cricket-Spielfeld im Stadtteil Old Trafford sollte Geld für die Opfer des Anschlags vom 22. Mai gesammelt werden. Die Erlöse gehen an eine Notfallstiftung, die von der Stadt Manchester und dem britischen Roten Kreuz ins Leben gerufen wurde. Dieses teilte mit, mehr als zehn Millionen Pfund (11,39 Millionen Euro) gesammelt zu haben.

Einem Bericht der BBC zufolge wurde am Sonntag zudem ein 19 Jahre alter Mann im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf die London Bridge festgenommen. Er werde verdächtigt, Terrorakte beauftragt, vorbereitet oder dazu angestiftet zu haben, zitierte die BBC einen Polizeisprecher. Der 19-Jährige sei der siebte Verdächtige, der nach dem Anschlag derzeit in Polizeigewahrsam sei. Bei dem Anschlag am 3. Juni hatten drei Angreifer acht Menschen getötet.

  • dpa
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