Nach Milliardendeal
United Internet bestätigt Jahresprognose

Am Morgen kündigte United Internet an, das Mobilfunkunternehmen Drillisch übernehmen zu wollen. Ziel: eine starke vierte Kraft im deutschen Markt. Nun bestätigt der Telekomkonzern vorzeitig seine Jahresprognose.
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MontabaurDer Telekomkonzern United Internet hat am Tag der angekündigten Milliarden-Übernahme von Drillisch seine Jahresprognose bestätigt. Das Umsatzwachstum ist im ersten Quartal durch zum Teil bekannte Faktoren etwas gebremst worden. Der operative Gewinn je Aktie stieg um 10 Prozent. Die Aktie verlor auf der Handelsplattform Tradegate am Abend gut 4 Prozent. Allerdings feierten die Anleger am Tag den Drillisch-Deal: Das Papier hatte im Xetra-Handel mit fast 14 Prozent Plus geschlossen.

Am Morgen hatte United Internet (1&1, GMX, Web.de) gemeldet, das Mobilfunkunternehmen Drillisch in einem Milliardendeal schlucken zu wollen. United-Internet-Chef Ralph Dommermuth will so eine starke vierte Kraft im deutschen Markt neben den Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland etablieren.

Am Abend legte United Internet die eigentlich für Montag angekündigten Zahlen vor: Im ersten Quartal ist der Umsatz um 2,1 Prozent auf 989,2 Millionen Euro gestiegen. Neben bekannten Belastungen aus Regulierungseffekten (Umsatzauswirkung: ca. -1,2 Prozent) machten sich Verschiebungen im Projektgeschäft von 1&1 Versatel und unter Plan liegende Werbeeinnahmen im Portalgeschäft bemerkbar.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 6,1 Prozent auf 215 Millionen Euro. Der operative Gewinn je Aktie kletterte auf 55 Cent von 50 im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darin sind Belastungen wie etwa die Abschreibungen auf die schwache Aktienkursentwicklung des Start-up-Brutkastens Rocket Internet nicht berücksichtigt.

Die Kundenbasis baute das TecDax-Schwergewicht weiter aus. Das Wachstum im Zeitraum Januar bis März sei vom Abonnement-Geschäft angetrieben worden. Hier konnte die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge organisch um 190.000 auf 17,16 Millionen Verträge gesteigert werden.

Der bisherige Werbeumsatz im angelaufenen zweiten Quartal liege im Rahmen der Planungen, hieß es weiter. Vor diesem Hintergrund bestätigte United Internet die Ziele für das Gesamtjahr 2017. Der Konzernumsatz soll um rund 7 Prozent wachsen. Beim Ebitda soll ein Plus von rund 12 Prozent herauskommen. Gleichzeitig soll die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge organisch um rund 800.000 Verträge zulegen. Aus der Konsolidierung von Strato ab dem 1. April 2017 kommen im zweiten Quartal 2017 rund 1,87 Millionen kostenpflichtige Verträge hinzu.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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