Nach Mord an Lindh:
Juristin wird neue schwedische Außenministerin

Knapp einen Monat nach der Ermordung von Schwedens Außenministerin Anna Lindh hat Ministerpräsident Göran Persson am Freitag die frühere Justizministerin Laila Freivalds als ihre Nachfolgerin bestellt.

dpa STOCKHOLM. Die Juristin und EU-Rechtsexpertin war in den 1980ern und 1990ers insgesamt acht Jahre lang Justizministerin. Vor der Presse pries Persson Freivalds vor allem wegen ihrer Kenntnisse der Europäischen Union. Die in Lettland geborene Freivalds (Jahrgang 1942) hat jedoch bisher keine Erfahrung auf dem Gebiet der Außenpolitik.

Gleichzeitig holte Persson mit Barbro Holmberg und Karin Jaemtin zwei weitere Frauen ins Kabinett. Holmberg übernimmt das Zuwanderungsministerium. Jaemtin wird Entwicklungshilfeministerin. Jan Karlsson, der zuvor beide Ministerien unter seiner Ägide hatte, scheidet ebenfalls wie die stellvertretende Regierungschefin Margareta Winberg aus der Regierung aus. Mit der Umbildung seiner sozialdemokratischen Regierung wolle er frischen Wind ins Kabinett bringen, sagte Persson.

Die populäre Sozialdemokratin Anna Lindh war am 10. September in einem Stockholmer Kaufhaus niedergestochen und einen Tag später ihren schweren Verletzungen erlegen.

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