Nach Nato-Angriff
Pakistan boykottiert Afghanistan-Konferenz

Nach dem verheerenden Nato-Angriff, bei dem mehr als 20 pakistanische Soldaten getötet wurden, will das Nachbarland Afghanistans die Konferenz am kommenden Montag boykottieren. Die Nato vermutet eine Falle der Taliban.
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Islamabad/BonnNach dem tödlichen Nato-Angriff auf pakistanische Soldaten boykottiert die Regierung in Islamabad die internationale Afghanistan-Konferenz in Bonn. Das pakistanische Kabinett habe beschlossen, nicht an dem Treffen am kommenden Montag teilzunehmen, sagte ein Vertreter der pakistanischen Regierung am Dienstag. Pakistan wirft der Nato vor, am Samstag 24 pakistanische Soldaten im Grenzgebiet zu Afghanistan getötet zu haben.

Die Nato vermutet, eine Falle der Taliban habe zu dem verheerenden Angriff geführt. Die Extremisten könnten den Angriff absichtlich provoziert haben, um die angeschlagene Beziehung zwischen Washington und Islamabad weiter zu schwächen, sagten US-Vertreter. Präsident Barack Obama bezeichnete den Tod der 24 pakistanischen Soldaten als Tragödie und kündigte Ermittlungen an.

Auslöser für den Nato-Angriff war vorläufigen US-Militärberichten zufolge eine Verwechslung. Wie die Nachrichtenagentur AP am Montag aus Kreisen der US-Streitkräfte erfuhr, wurde eine afghanisch-amerikanische Patrouille am Samstagmorgen von Taliban-Kämpfern mit Mörsern und Handfeuerwaffen angegriffen. Die Soldaten forderten Unterstützung an und verfolgten den Feind in dem schlecht markierten Grenzgebiet. Schließlich hielten sie einen pakistanischen Grenzposten für ein Lager der Extremisten.

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