Nach Paketbomben
USA kämpfen mit Drohnen im Jemen

Die USA verstärken ihren Kampf gegen Terroristen im Jemen. Neben dem Einsatz von bewaffneten Drohnen wollen die Amerikaner möglicherweise auch die Ausbildung der jemenitischen Streitkräfte unterstützen.
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HB WASHINGTON. Die USA setzten im Jemen erstmals seit Jahren wieder Predator-Drohnen im Kampf gegen Al-Kaida-Terroristen ein. Allerdings hätten die unbemannten Flugkörper bei ihren bisherigen Einsätzen noch keine Raketen abgefeuert, berichtete die „Washington Post“ am Sonntag. Dies hänge vor allem damit zusammen, dass sie bei dem vor Monaten begonnenen Einsatz noch keine klaren Ziele ausgemacht hätten. Die Terroristen seien abgetaucht. Der Al-Kaida-Zweig auf der arabischen Halbinsel hatte sich am Wochenende zu den vereitelten Paketbomben-Anschlägen Ende Oktober bekannt.

Die USA erwägen nach dem Fund von aus dem Jemen stammenden Paketbomben an Bord von Frachtflugzeugen, das Land auf der Arabischen Halbinsel bei der Ausbildung seiner Streitkräfte zu unterstützen. So sollten die Truppen in die Lage versetzt werden, mehr Druck auf die radikal-islamische Al-Kaida auszuüben, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates am Sonntag.

Die Vereinigten Staaten prüften eine Reihe von Möglichkeiten, wie dem Jemen in der Hinsicht geholfen werden könne. Der Schwerpunkt werde voraussichtlich auf Trainingsmaßnahmen liegen. Die Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel hatte vergangenen Woche die Verantwortung für die vereitelten Anschlagsversuche übernommen.

Die Gruppe gilt seit einiger Zeit als einer der aktivsten Al-Kaida-Flügel. Im Jemen herrscht eine weit verbreitete anti-amerikanischen Stimmung. Experten warnen daher die USA davor, sich zu direkt militärisch in dem verarmten Land zu engagieren, da dies nach hinten losgehen und stattdessen den Rekrutierungsbemühungen der Al-Kaida dienen könnte.

Kommentare zu " Nach Paketbomben: USA kämpfen mit Drohnen im Jemen"

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  • Versucht die US-Administration einen neuen Krieg vom Zaun zu brechen?
    Um ihre Wirtschaft an zu kurbeln???
    Es ist immer das gleiche, die USA können ohne Krieg nicht Leben.
    Danke

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