Nach Paris-Anschlägen
So antwortet „Charlie Hebdo“ den Terroristen

Im Januar stürmten Extremisten die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und töteten mehrere Mitarbeiter. Doch die Redaktion ließ sich nicht einschüchtern. Auch die jüngsten Anschläge thematisiert das Magazin – auf seine Art.

Paris„Charlie Hebdo“ setzt dem Terror Lebensfreude entgegen: Mehrere französische und deutsche Medien haben online die neue Titelseite des Pariser Satiremagazins verbreitet. „Sie haben die Waffen“, steht auf dem rot unterlegten Titel. „Wir scheißen auf sie, wir haben den Champagner!“

Auf dem Cover ist ein Mann zu sehen, der ein Glas Champagner trinkt. Aus seinem von Kugeln durchlöcherten Körper strömt der Alkohol. Der Titel ist als Reaktion auf die Terroranschläge mit 129 Todesopfern am Freitag in Paris zu verstehen. Die einzige Antwort auf die Terroristen müsse lauten, dass der Terror, den sie versuchen zu verbreiten, unnütz sei, zitierte die französische Zeitung „Libération“ am Dienstag aus dem Leitartikel der Ausgabe. Die Redaktion selbst kündigte auf ihrer Internetseite lediglich an, dass der Schwerpunkt der neuen Ausgabe auf den Attentaten liege. Das Heft erscheint am Mittwoch.

Am 7. Januar war die Redaktion des Satiremagazins in Paris selbst Ziel eines islamistischen Terroranschlags geworden. Zwölf Menschen wurden damals ermordet, darunter acht Mitarbeiter der Zeitschrift. „Charlie Hebdo“ hatte wiederholt Mohammed-Karikaturen veröffentlicht.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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