Nach Parlamentswahl in Libanon
Autobombe tötet libanesischen Politiker

Bei einem Bombenanschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist ein anti-syrischer Politiker getötet worden. Es handelt sich um den früheren Chef der kommunistischen Partei, George Haui.

HB BEIRUT. Haui sei sofort tot gewesen, als sein Auto im Stadtteil Wata Musaitbi explodierte. Daneben starb nach Angaben des Fernsehensenders Al-Arabija auch ein Begleiter des Politikers. Es war der zweite Anschlag auf einen anti-syrischen Politiker in Beirut in diesem Monat.

Erst gestern war das libanesische Oppositionsbündnis um den Sohn des ermordeten früheren Regierungschefs Rafik Hariri als Sieger aus der Parlamentswahl hervor gegangen. Die Opposition erhielt enormen Zulauf, nachdem im Februar Hariris Vater bei einem Attentat getötet worden war. Hariris Bündnis stellt nunmehr mit 72 Mandaten die absolute Mehrheit im 128 Sitze umfassenden Parlament.

Die Wahlen waren die ersten seit dem unter internationalem Druck vollzogenen syrischen Abzug aus dem Land im April. Die Regierung in Damaskus hatte durch ihre Militärpräsenz und Geheimdienstaktivität in dem Nachbarland über Jahrzehnte als Ordnungsmacht fungiert.

Das Oppositionsbündnis kündigte weitgehende Reformen im Land an. „Die Endergebnisse zeigen, dass die Menschen für den Wechsel gestimmt haben“, sagte der Wahlsieger Saad al-Hariri. „Nach dem Märtyrertod von Rafik al-Hariri und dem syrischen Rückzug war es einfach nicht möglich, dass alles beim Alten bleibt“, betonte er.

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