Nach Parlamentswahl
Schwierige Regierungsbildung in Bulgarien

Es wird schwer für den offenbaren Wahlsieger: Nach gewaltsamen Protesten gegen ihn und seine Partei wird wohl kaum jemand mit Boiko Borissow koalieren wollen – zumal ihm Wahlbetrug vorgeworfen wird.
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SofiaBulgarien steht nach der vorgezogenen Parlamentswahl vor einer schwierigen Regierungsbildung. Mit 31,4 Prozent der Stimmen stärkste Kraft wurde ersten Ergebnissen vom Montag zufolge zwar die konservative Gerb-Partei des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Boiko Borissow, gefolgt von den oppositionellen Sozialisten mit 27,4 Prozent. Aber es zeichnete sich zunächst keine klare Koalitionsmehrheit in dem ärmsten EU-Land ab. Denn Borissow dürfte es schwerfallen, Partner für ein Regierungsbündnis zu finden, nachdem er im Februar nach gewaltsamen Protesten gegen Korruption, steigende Arbeitslosigkeit und massiv gestiegene Kosten für Strom, Wasser und Gas zurückgetreten war. Die Gerb kündigte an, eine Regierung bilden zu wollen, notfalls auch ein Minderheitskabinett. Aber auch die Sozialisten kündigten Koalitionsgespräche mit kleineren Parteien an. Auch Neuwahlen im September sind möglich.

Hinter den beiden großen Parteien zieht nach Auszählung von gut zwei Dritteln der Stimmen die MRF-Partei der türkischen Minderheit mit 9,2 Prozent und die nationalistische Attack mit 7,6 Prozent ins Parlament ein. Derzeit amtiert ein Übergangskabinett. In dem südosteuropäischen Land mit 7,3 Millionen Einwohnern herrscht eine große Unzufriedenheit mit der politischen Elite. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und der Durchschnittslohn liegt nur bei 400 Euro im Monat. Einer von vier Bulgaren lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Und GENAU DIESE Leute werden ab 2014 bei uns einreisen. Hier soll ja das ewige Geld liegen, das Paradies LEBEN. Meinte Güte. Meine GUTENACHT. Die Einbruchszahlen werden emporschnellen wie nie in den letzten Jahren. Metropolen wie Bochum, Essen, Offenbach, Berlin, Köln, Mannheim werden überrannt und wo die Leute unterkommen, verelenden. Nachbarquartiere überfallen...

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