Nach Präsidentenwahl
Frankreichs Wirtschaft zittert vor neuen Steuern

Frankreichs künftiger Präsident François Hollande will die Steuereinnahmen um 40 Milliarden Euro steigern. Doch woher sollen die zusätzlichen Gelder kommen? Die großen Konzerne sehen sich jetzt schon als Opfer.
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ParisNach seinem Wahlsieg bahnt sich für François Hollande, den künftigen französischen Präsidenten, eine erste kleine Enttäuschung an: Mit der Amtsübernahme am kommenden Dienstag wird der Sozialist aus Sicherheitsgründen seine Wohnung im 15. Pariser Arrondissement aufgeben und wohl doch in den Élysée-Palast ziehen müssen - was er vermeiden wollte.

Die Wirtschaftselite des Landes hätte gewiss nichts dagegen, wenn dies als symbolische Annäherung zu verstehen wäre. Mit offenen Reaktionen auf den Wechsel an der Staatsspitze trauen sich die großen Verbände der französischen Wirtschaft indes noch nicht so recht aus der Deckung.

Die Vorsitzende des Unternehmerverbandes Medef, Laurence Parisot, versichert in eher staatsmännischer Weise, die Wirtschaft sei „bereit, mit dem neuen Präsidenten zusammenzuarbeiten“. Ihr Verband sei nicht parteigebunden und habe weder für den Noch-Amtsinhaber Nicolas Sarkozy noch für dessen Nachfolger geworben.

Aus Parisots Mund klingt das seltsam, da sie zuvor ihre Vorliebe für Sarkozy nicht verborgen hatte. Ansonsten trat der Medef aber kaum in Erscheinung und versuchte nicht sehr hartnäckig, die Debatte stärker auf die großen Fragen der Finanz- und Wirtschaftspolitik zu lenken. Innerhalb des Verbands hat das für einige Verärgerung gesorgt.

Den heutigen Feiertag aus Anlass des Kriegsendes nutzten die meisten Mitarbeiter von Unternehmen und Verbänden für ein langes Wochenende. Was sie umtreibt, ist klar: Die Medef-Konkurrenz Afep, in der die größten börsennotierten Konzerne zusammengeschlossen sind, hatte den designierten Präsidenten während seines Wahlkampfs zu einer Diskussionsveranstaltung mit der Tageszeitung „Le Monde“ eingeladen und ihm dabei schon ihre wichtigsten Anliegen vorgetragen: Abbau der Verschuldung, Kostensenkung und allenfalls behutsame Steuererhöhungen.

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„Hollande kennt und versteht die Wirtschaft“

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  • Das braucht Hollande doch gar nicht. Er kann sich das Geld vom ESM holen. Deutschland muss dann ca. 27 % davon innerhalb von 7 Tagen anschaffen.

    Siehe diesen informativen Beitrag bei Youtube:

    http://www.youtube.com/watch?v=r4crr-kX9zc

    http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/abstimmung/20110929_euro.pdf

  • "Doch woher sollen die zusätzlichen Gelder kommen? Die großen Konzerne sehen sich jetzt schon als Opfer."

    ... mir kommen die Tränen!

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