Nach Provokationen: Südkorea warnt Nordkorea

Nach Provokationen
Südkorea warnt Nordkorea

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye droht dem Nachbarn bei weiteren Provokationen mit Gegenmaßnahmen. Lieber sei ihr aber eine neue Politik und eine Zusammenarbeit. Die forciert auch China – auf wirtschaftlicher Ebene.
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SeoulSüdkoreas neue Präsidentin Park Geun Hye hat Nordkorea eine weitreichende Zusammenarbeit für den Fall angeboten, dass sich das Nachbarland zum Verzicht auf Atomwaffen entschließt. Zugleich warnte Park die Führung in Pjöngjang am Freitag erneut vor Provokationen und rief diese zu Veränderungen auf.

„Während Nordkorea bei Provokationen mit strikteren Gegenmaßnahmen rechnen muss, wird dessen Bereitschaft, die richtigen Entscheidungen zu treffen und den Weg der Veränderungen zu gehen, mit einem flexibleren Engagement beantwortet.“ Nordkorea müsse verstehen, dass es sich durch sein Atomprogramm oder Provokationen nur noch weiter isoliere, warnte Park in einer Rede zum 94. Jahrestag der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März.

Vier Tage nach ihrer Amtseinführung bekräftige Park ihre Absicht, die Grundlage für eine friedliche Vereinigung mit Nordkorea schaffen zu wollen. Die Schaffung von gegenseitigem Vertrauen müsse in robusten Maßnahmen für die Sicherheit Südkoreas wurzeln. Nordkorea hatte am 12. Februar unter Verletzung von UN-Resolutionen seinen dritten unterirdischen Atomwaffentest unternommen und damit weltweit Kritik ausgelöst. Das Land hatte angedeutet, weitere nukleare Sprengsätze zünden zu wollen.

Unterdessen hält China trotz des jüngsten Atomtests offenbar an seinen Plänen für eine Freihandelszone mit Nordkorea fest. Alle bisher angekündigten chinesischen Projekte kämen wie vorgesehen voran, sagte ein Mitarbeiter des gemeinsamen Organisationsbüros, der nicht genannt werden wollte, weil er offiziell nicht mit Journalisten sprechen darf. „Alle Mitarbeiter unseres Büros sind noch da. Wenn es irgendwelche Auswirkungen des Atomtests gegeben hätte, glauben Sie, dass wir dann noch arbeiten würden?“

Die Regierung in Peking hat sich noch nicht eindeutig dazu geäußert, ob der Atomtest Auswirkungen auf die Freihandelszone Rason haben wird. „China hat normale Beziehungen zu Nordkorea“, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Donnerstag. „Wir werden normalen Handel und einen normalen wirtschaftlichen Austausch mit Nordkorea pflegen.“ Zugleich kritisierte sie den jüngsten Atomtest.

China ist nahezu die einzige Verbindung Nordkoreas zum Rest der Welt und sein einziger einflussreicher diplomatischer Verbündeter. Die Freihandelszone Rason, die auch unter dem Namen Ranjin-Songbong bekannt ist, ist eines der wichtigsten wirtschaftlichen Projekte Nordkoreas.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nach Provokationen: Südkorea warnt Nordkorea"

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  • Na und!

  • NOCH 50 JAHRE UND ES IST KEIN LEBEN MEHR AUF DIESEN PLANETEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Noch 50,5 Jahre und die Welt ist chinesisch - und alle haben es gemerkt.

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