Nach Raketenangriff
Israel riegelt Gazastreifen wieder ab

Die Waffenruhe hielt nicht lange, die Öffnung des Gazstreifens auch nicht. Israel hat die Übergänge vorübergehend wieder abgeriegelt. Der Islamische Dschihad hatte zuvor drei Raketen auf Israel abgefeuert und zwei Zivilpersonen leicht verletzt.

HB TEL AVIV. Eine mögliche Öffnung der Übergänge hänge von der weiteren Entwicklung ab, sagte ein hochrangige Mitarbeiter im israelischen Verteidigungsministerium in Tel Aviv. Lediglich der Grenzübergang Eres, den nur Fußgänger benutzen können, bleibe geöffnet.

Mitglieder der militanten Palästinensergruppe Islamischer Heiliger Krieg (Dschihad) hatten am Dienstag drei selbst gebaute Raketen auf die israelische Grenzstadt Sderot gefeuert. Die Gruppe bezeichnete dies als "Rache" für den Tod eines hochrangigen Mitglieds, der bei einem israelischen Militäreinsatz in Nablus im Westjordanland ums Leben gekommen war.

Die Hamas erklärte, sie stehe zu der Waffenruhe. Allerdings betrachte man sich nicht als Polizeitruppe, die den Waffenstillstand zu kontrollieren habe, sagte der Hamas-Führer Chalil al Haja am Mittwoch. Die Hamas werde Druck auf den Islamischen Dschihad ausüben, aber es werde niemals geschehen, dass die Hamas einem Widerstandskämpfer eine Waffe ins Gesicht halte.

Israel betrachtet die Hamas als Kontrollmacht im Gazastreifen, die für Ruhe und Ordnung sowie die Einhaltung der Feuerpause zu sorgen hat. Die Hamas hat nach einem blutigen Bruderkrieg mit der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Mitte Juni vergangenen Jahres die Kontrolle im Gazastreifen übernommen.

Israel will im Zuge der Vereinbarung über die Waffenruhe die seit Monaten bestehende Blockade des Gazastreifens zwar lockern, aber das Tempo für Erleichterungen von Fortschritten in den Verhandlungen zur Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Schalit abhängig machen. Schalit wurde am 25. Juni vor zwei Jahren von israelischem Boden in den Gazastreifen verschleppt.

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