Nach Rebellenangriff
Ausnahmezustand im Tschad verhängt

Im zentralafrikanischen Tschad herrscht seit Mitternacht der Ausnahmezustand. Knapp zwei Wochen nach dem Rebellenangriff auf die Hauptstadt N'Djamena hatte Präsident Idriss Déby die auf zunächst zwei Wochen angelegte Maßnahme in einer Rundfunkansprache angekündigt.

NAIROBI/N'DJAMENA. Dabei betonte Déby, dass die Rebellen von Regierungstruppen zurückgeschlagen worden seien. Über ihren Verbleib machte er jedoch keine Angaben.

Während des Ausnahmezustands gilt zwischen Mitternacht und 6.00 Uhr morgens im gesamten Tschad eine Ausgangssperre. Der britische Rundfunksender BBC berichtete am Freitag, die Polizei dürfe aufgrund der Notstandsgesetze nicht nur auf der Straße Menschen kontrollieren, sondern auch Wohnungen durchsuchen. Mit diesen Maßnahmen sollen die noch versteckten Rebellen ausfindig gemacht werden.

Nach der im Internet veröffentlichten Erklärung von Débys Kanzlei werden die Staatsaufgaben per Dekret geregelt. Damit sollten gemäß der Verfassung die Stabilität und das gute Funktionieren des Staates gewährleistet werden, hieß es.

Seit dem Angriff der Rebellen auf N'Djamena flohen mehrere zehntausend Menschen in das Nachbarland Kamerun. Die EU nahm erst in dieser Woche die wegen der Kämpfe unterbrochene Stationierung der EUFOR-Friedenstruppe im Osten des Landes an der Grenze zur westsudanesischen Krisenprovinz Darfur wieder auf.

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