Nach Rücktritt Powells
Fischer betont gemeinsame Interessen mit USA

Nach dem Rücktritt seines amerikanischen Amtskollegen Colin Powell hat Bundesaußenminister Joschka Fischer die gemeinsamen Interessen zwischen Europa und den USA hervorgehoben. „Wir stehen vor gemeinsamen Herausforderungen, vor allen Dingen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus“, sagte Fischer am Montag Journalisten in New York.

HB NEW YORK. Er nannte zugleich die „Transformationsbemühungen für den Nahen und Mittleren Osten, Iran, die Stabilisierung im Irak, den Nahostfriedensprozess“. Die Kooperation auf diesen Gebieten werde die „Zukunft des transatlantischen Verhältnisses definieren und dort gibt es eine Vielzahl gemeinsamer Interessen“.

Der Minister lehnte „Spekulationen“ zur Nachfolge Powells sowie zur künftigen Außenpolitik der USA ab. „Die Außenpolitik ist keine Glaubensfrage.“ Welchen Nachfolger US-Präsident George W. Bush für Powell auswähle, müsse in Ruhe abgewartet werden.

Fischer würdigte Powell als zuverlässigen Partner. Die Zusammenarbeit mit Powell sei „nicht nur von Professionalität, sondern auch von Freundschaft“ geprägt gewesen. „Er kannte als Soldat unser Land sehr gut und das ist mit eingeflossen in die Zusammenarbeit. Ich möchte ihm für die Zukunft alles Gute wünschen.

Der Bundesaußenminister war am Montagvormittag in New York nach einem Gespräch mit dem gegenwärtigen Präsidenten des Uno-Sicherheitsrates, dem US-Botschafter John Danforth, von der Nachricht über den Rücktritt Powells überrascht worden. Danforth, der als ein möglicher Nachfolger Powells gilt, ließ dem Vernehmen nach während des Gesprächs mit Fischer nichts über einen zu erwartenden Rücktritt des US-Außenministers verlauten.

Fischer hatte in New York am Sonntagabend bei der Auszeichnung des Historikers Fritz Stern mit dem Leo-Beck-Preis die Laudatio gehalten. Der Minister hatte deswegen einen Zwischenstopp auf seiner Reise nach Guatemala und Brasilien eingelegt.

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