Nach Russland-Drohung: Australien setzt Luftangriffe in Syrien aus

Nach Russland-Drohung
Australien setzt Luftangriffe in Syrien aus

Das US-Militär verliert einen wichtigen Partner im Kampf gegen den IS. Australien will seine Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland aussetzen. Der Grund: Moskaus Drohung, US-Jets als mögliche Ziele zu betrachten.
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SydneyNach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch die USA hat Australien seine Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland ausgesetzt. Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte das australische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Die Lage werde ständig geprüft. Zu gegebener Zeit könnten die Angriffe dann wieder fortgesetzt werden.

Die US-Luftwaffe hatte das syrische Kampfflugzeug am Sonntag abgeschossen und damit Syriens Verbündeten Russland gegen sich aufgebracht. Das US-Militär erklärte, die Maschine habe von den USA unterstützte Rebellen bombardiert, die in der Region gegen die Islamisten-Miliz IS gekämpft hätten. Die syrische Regierung bestritt diese Darstellung und erklärte, der Jet habe IS-Ziele angegriffen. Die russische Regierung sprach daraufhin von einem „Akt der Aggression“ und kündigte an, künftig alle Flugobjekte der von den USA angeführten Anti-IS-Allianz im russischen Einsatzgebiet über Syrien als potenzielle Ziele zu betrachten.

Die USA bemühten sich umgehend um Entspannung. Generalstabschef Joseph Dunford kündigte am Montag an, an einer Wiederaufnahme der von Russland gekappten Kontakte zur Vermeidung von Zwischenfällen im syrischen Luftraum zu arbeiten.

Im Südwesten Syriens geriet die Stadt Deraa nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Augenzeugen zufolge am Dienstag Ziel ins Visier von Kampfflugzeugen. Kurz zuvor war eine von der Regierung ausgerufene Waffenruhe ausgelaufen. Das syrische Militär war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Deraa liegt an der Grenze zu Jordanien. Russland und die USA verhandeln über die Einrichtung einer konfliktfreien Zone im Südwesten, die auch Deraa umfassen soll.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Richtig so. Der Westen sollte sich da raushalten. Ein bisschen Leid kann es einem um die Kurden tun, aber man kann nicht alle Völkchen da unten befrieden. Sollen Putin und Trump dort ihre Stellvertreterkriege mit den Arabern spielen - der Rest sollte sich einfach raushalten. Ist auch preiswerter für den eigenen Staatshaushalt.

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